Kasendorf
Fußball

Redwitz sagt ab: Kasendorf kann für die Landesliga planen

Weil der Vorletzte FC Redwitz wegen Personalmangel am Sonntag nicht antreten kann, darf sich der SSV Kasendorf über drei Punkte freuen. Der Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga Nordost ist damit so gut wie sicher. Doch wer ersetzt den finanziellen Schaden auf?
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Kasendorfs Spielertrainer Markus Taschner kann sich freuen: Seine Mannschaft hat den Klassenerhalt in der Landesliga Nordost so gut wie geschafft. Foto: Monika Limmer
Kasendorfs Spielertrainer Markus Taschner kann sich freuen: Seine Mannschaft hat den Klassenerhalt in der Landesliga Nordost so gut wie geschafft. Foto: Monika Limmer
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Der SSV Kasendorf kann für ein weiteres Jahr in der Landesliga planen. Denn schon gestern füllte sich das Konto mit drei weiteren Punkten, weil der Vorletzte FC Redwitz mangels konkurrenfähigem Personal das für Sonntag geplante Spiel absagen musste. Und 40 Zähler sollten den Kasendorfern zum Klassenerhalt reichen. "Davon gehe ich aus", sagt Spielleiter Hans Weggel. Dagegen sieht es nun für den Mit-Aufsteiger aus Redwitz ganz düster aus. Doch weil die Mannschaft im Sommer sowieso auseinander bricht, ist die Landesliga für den FC in der kommenden Saison sowieso kein Thema. Selbst die Bezirksliga scheint derzeit unrealistisch, im Gespräch ist ein freiwilliger Rückzug in die Kreisliga.

Der Exodus beim FC Redwitz hat - natürlich - finanziellen Hintergrund. Denn der langjährige Mäzen Ludwig Gutmann war im Herbst 2014 verstorben.

Wirtschaftlicher Schaden

Natürlich freut man sich beim SSV, dass das große Zittern nun ein Ende hat. Ärgerlich ist aber der wirtschaftliche Schaden, fehlen doch den Kasendorfern die kalkulierten Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Sportheimbewirtschaftung. Hans Weggel spricht von "einem guten Tausender, der uns durch die Lappen geht".

Die Kasendorfer hätten die Partie lieber durchgeführt und die drei Punkte gegen den Vorletzten auf dem grünen Rasen statt am grünen Tisch geholt. "Ich bin mir sicher, dass wir Redwitz besiegt hätten", sagt Weggel, der natürlich um die personellen Probleme des oberfränkischen Rivalen wusste. Neben den Langzeitverletzten Mehmet Catlakcan (Innenbandriss) und Markus Mex (Rippenbrüche) verletzten sich am vergangenen Wochenende auch noch Stefan Dietz, Stefan Dinkel und Christian Goller. Zu diesen Ausfällen kommen noch die beruflich verhinderten Florian Goller und Maurice Koch. Das sie am Wochenende wegen eines Seminars fehlen, war bereits Anfang des Jahres bekannt. Trainer Peter Reichel fragte bereits im Januar in Kasendorf nach, ob die Partie zu verlegen sei. Doch auch dort, so Reichel, sei die Situation mit Schichtarbeitern schwierig, sodass der FC-Trainer auch Vertändnis für den SSV hat und ihm keinesfalls den schwarzen Peter zuschieben will.

"So etwas noch nie erlebt"

Reichel hat so eine Situation auch noch nicht erlebt. "Dass in der Winterpause aufgrund der finanziellen Situation einige Spieler gehen, damit habe ich gerechnet, doch dass sich dann so viele Spieler verletzten - da kam wirklich alles zusammen, was zusammenkommen kann."

Ihre beiden verbleibenden Spiele gegen den Meister SC Feucht und beim ASV Vach wollen die Redwitzer auf alle Fälle bestreiten. "Ein Abschenken der Spiele war in Redwitz nie ein Gedanke", so Reichel, der die Saison sportlich fair über die Bühne bringen will. Er selbst hat schon vor längerer Zeit signalisiert, dass er beim FC nicht weitermacht. Angebote von neuen Vereinen habe er nicht, betont der 46-jährige Übungsleiter.
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