Bayreuth
Basketball

Medi Bayreuth verpasst den Auswärtssieg

Javon McCrea im Pech: Kurz vor Schluss kann er für die Entscheidung sorgen - doch es kommt anders.
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Der Bayreuther Jason Brickman (l.) spielt den Ball an Frankfurts Justin Cobbs vorbei.  Foto: Peter Mularczyk
Der Bayreuther Jason Brickman (l.) spielt den Ball an Frankfurts Justin Cobbs vorbei. Foto: Peter Mularczyk
In einer kampfbetonten und ausgeglichenen Partie, in der sich keine Mannschaft mit mehr als fünf Punkten absetzen konnte und die Führung insgesamt 26 Mal wechselte, musste sich Medi Bayreuth bei den Skyliners Frankfurt in einer dramatischen Schlussphase mit 90:89 (39:40) geschlagen geben.

"Es war ein verrücktes Spiel, bei dem keines der beiden Teams den Sack zumachte und beide Mannschaften einige glückliche Würfe trafen. Ich denke, dass wir wegen mentaler Nachlässigkeiten verloren haben und Frankfurt gewonnen hat, weil sie etwas weniger den Fokus verloren haben. Kleinigkeiten haben am Ende dieses Spiel entschieden, daher bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Offensiv haben beide Teams am oberen Level gespielt, defensiv hatten beide Luft nach oben", sagte Medi-Headcoach Michael Koch nach der Partie.

Der bis dato wohl beste Auswärtsauftritt seines Teams in dieser Saison wurde am Ende nicht mit einem Sieg belohnt. In einer engen Begegnung lieferten sich die beiden Kontrahenten ein an Spannung kaum zu überbietendes Finish. Je´Kel Foster, mit 28 Punkten (sieben Dreier) Topscorer der Partie, brachte Medi Bayreuth zu Beginn der Schlussminute aus der Halbdistanz mit 87:86 in Front, im Gegenzug holte dann jedoch Frankfurts bester Werfer Sean Armand (19) postwendend mit einem Dreier zum 89:87 die Führung zurück.

Zu viele Freiwürfe vergeben

Medi-Allstar-Teilnehmer David Brembly vergab kurz darauf an der Freiwurflinie den möglichen Ausgleich, Frankfurts US-Rückkehrer Jacob Burtschi schnappte sich den Rebound, wurde gefoult, durfte ebenfalls an die Freiwurflinie und erhöhte auf 90:87.

Und weiter ging es an der Freiwurflinie. Diesmal war Medi-Center Javon McCrea an der Reihe, der Nervenstärke bewies und beide Würfe zum 90:89-Anschluss verwandelte. Bei einer Restspielzeit von zwölf Sekunden passte Frankfurts Kanadier Aaron Doornekamp den nun folgenden Seiteneinwurf über Johannes Voigtmann hinweg ins Aus. Einwurf Bayreuth. Foster brachte den Ball nach vorne, Quantez Robertson spitzelte die Kugel allerdings ins Aus - und erneut gab es einen Einwurf für Bayreuth an der Frankfurter Grundlinie. Die Restspielzeit betrug zu diesem Zeitpunkt nur noch knapp vier Sekunden.

Foster fand McCrea, der aus der Halbdistanz sofort abzog, den Korb aber verfehlte. Robertson holte sich den Rebound und somit den Sieg für Frankfurt. "Bayreuth hat wirklich gut gespielt, man muss ihnen Respekt zollen. Unser Kampf und unser Einsatz waren in der zweiten Halbzeit gut, nicht aber unsere Verteidigung. In der ersten Hälfte hat Bayreuth besser gearbeitet und gereboundet als wir. Wir waren am Ende auch ein wenig im Glück", sagte Frankfurts Cheftrainer Gordon Herbert.

Skyliners Frankfurt - Medi Bayreuth 90:89 (19:18, 20:22, 26:26, 25:23)
Medi Bayreuth: Foster (28 Punkte/7 Dreier), McCrea (18/0), Brickman (12/2), Brembly (9/0), Burrell (8/0), Heyden (6/0), Bowman (5/0), Schmitz (3/1), Zeis (0/0), Palyza (0/0)
Skyliners Frankfurt: Armand (19/2), Voigtmann (15/1), Cobbs (15/0), Burtschi (12/3), Doornekamp (11/2), Robertson (8/0), Morrison (6/0), Klein (4/0), Richter (0/0), Bright (0/0)
Zuschauer: 4920


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