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Medi Bayreuth: In der Fremde nichts Neues

Basketbal-Bundesligist Medi Bayreuth zeigt in Crailsheim in den entscheidenden Phasen zu wenig Biss und kassiert seine zehnte Niederlage im elften Auswärtsspiel der Saison.
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Die Crailsheimer Joshiko Saibou (links) und Andriy Agafonov (rechts) nehmen den Bayreuther Ronald Burrell in die Zange. Foto: Eibner
Die Crailsheimer Joshiko Saibou (links) und Andriy Agafonov (rechts) nehmen den Bayreuther Ronald Burrell in die Zange. Foto: Eibner
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Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth kann in fremden Hallen nicht mehr gewinnen. Auch bei Tabellenschlusslicht Crailsheim Merlins blieb den Schützlingen von Trainer Michael Koch das ersehnte zweite Erfolgserlebnis in der Ferne verwehrt . Am Ende hieß es 88:84 (52:44) für die Gastgeber. Der bislang einzige Bayreuther Auswärtssieg lder Saison iegt damit mittlerweile rund drei Monate zurück.

Dabei hatte die Partie wunschgemäß für die Wagnerstädter begonnen. Sie trafen anfangs aus allen Lagen und gingen schnell mit 12:4 (3.) in Führung. Dann jedoch ließen sie mehrfach die erforderliche Intensität an beiden Enden des Parketts vermissen und luden so die Gastgeber förmlich zur Aufholjagd ein. Bereits zur ersten Viertelpause waren die Merlins wieder im Spiel und erarbeiteten sich einen 52:44-Vorsprung (20.).

Verbessert präsentierten sich die Bayreuther nach dem Seitenwechsel.
Kurz vor der letzten Viertelpause war die Partie nach einem Dreier von Brickman wieder ausgeglichen (67:66, 30.).

Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich beide Teams im Schlussabschnitt, in dem sich zunächst kein Team absetzen konnte. Ronnie Burrell war es vorbehalten, die von den rund 200 mitgereisten Bayreuther Fans vielumjubelte Führung zurückzuerobern (77:78, 36.). Doch Craislheims überragender Spielmacher Garrett Sim konterte prompt von der Dreierlinie (80:79, 37.). Beim Stand von 84:84 ging es in die Schlussminute, in der Sim die Hausherren mit 86:84 aus der Halbdistanz in Führung werfen konnte. Mit einem Offensivfoul nahm McCrea, der das Centerduell gegen Crailsheims Chris Otule klar verlor, kurz darauf seinem Team die Chance zum Ausgleich. Und Sim legte an der Freiwurflinie weiter zum 88:84 nach.
Fosters Fehlwurf von der Dreierlinie beendete danach ein weiteres Kapitel der mittlerweile desaströs anmutenden Bayreuther Auswärtsserie.

"Verdiente Pleite"

Es war eine laut Michael Koch verdiente Pleite. Seine Mannschaft habe zu wenig Gegenwehr geleistet, sagte der Bayreuther Cheftrainer. "Wir hatten nicht die Einstellung heute, uns zu fokussieren, gerade im letzten Viertel. Die nötige Cleverness hat gefehlt." Koch fehlte der nötige Biss: "Wir hätten insbesondere gegen Ende härter spielen müssen. Wir hatten gerade mal ein Foul bis kurz vor Schluss."

Eklatant war auch die Rebound-Schwäche der Oberfranken. 36 zum Teil ganz wichtige Rebounds holten die Zauberer, nur 29 die Gäste aus Bayreuth.
Matchwinner der Baden-Württemberger war Garrett Sim, der sich trotz Grippe zur Verfügung stellte. Der 23-jährige US-Amerikaner avancierte dennoch mit 17 Punkten zum besten Werfer seiner Mansnchaft, verteilte zudem fünf Assists.

Am kommenden Freitag droht den Bayreuthern schon die nächste Auswärtspleite: Am 6. März gastieren sie bei den MHP Riesen in Ludwigsburg.

Crailsheim Merlins - Medi Bayreuth 88:84 (23:28, 29:16, 17:22, 19:18)
Crailsheim: Sim (17 Punkte/3 Dreier), Agafonov (15/1), Otule (14), Mosley (13/1), Saibou (10/1), Dioubate (10), Crow (7/1), Johnson (2), Sebald, Kronhardt.
Bayreuth: Foster (18/3), Brembly (17/5), Burrell (15), McCrea (12), Bowman (11), Brickman (6/2), Schmitz (3/1), Palyza (2), Heyden, Zeis.
Zuschauer: 2414.

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