Röslau
Fußball-Landesliga Nordost

Lattermann ist Röslaus Alptraum

Der Trainerwechsel beim TSV Neudrossenfeld hat seine Wirkung scheinbar nicht verfehlt. Denn nach zwei sieglosen Spielen kehrte der Spitzenreiter der Fußball-Landesliga Nordost in Spiel 1 nach der Rückkehr von Peter Schmidt in gleich in die Erfolgsspur zurück.
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Sebastian Lattermann traf wie schon im Hinspiel gegen Röslau erneut vom Elfmeterpunkt. Foto: Alexander Muck
Sebastian Lattermann traf wie schon im Hinspiel gegen Röslau erneut vom Elfmeterpunkt. Foto: Alexander Muck
Der Röslauer Alptraum hieß wieder einmal Sebastian Lattermann. Hatte er beim 3:0 im Hinspiel alle Neudrossenfelder Treffer erzielt, so gelangen ihm diesmal zwei Elfmeter-Tore.

Die Röslauer lagen zur Pause mit 0:2 in Rückstand und hatten nur noch neun Feldspieler auf dem Platz. Doch was die Stark-Schützlinge in den zweiten 45 Minuten auf den Rasen zauberten, verdiente Hochachtung. Rainer Stark: "Ich bin absolut stolz auf meine Truppe. Wir haben den Tabellenführer in der zweiten Halbzeit mit einem Mann weniger an die Wand gespielt."

Schwarzer Tag des Torhüters

Der TSV Neudrossenfeld tat sich zunächst in der Defensive relativ leicht gegen zu hektisch, statisch und einfallslos agierende Röslauer. Und in der Offensive profitierte der Spitzenreiter besonders von Vorwärts-Keeper Blechschmidt, der an diesem Tag wohl besser im Bett geblieben wäre. Der 21-Jährige fing in der 11. Minute eine Flanke scheinbar sicher ab, ließ den Ball aber wieder fallen, genau vor die Füße von TSV-Stürmer Diwersi. Die letzte Chance von Blechschmidt, ein Tor zu verhindern, war ein Foul. Es gab Elfmeter und kulanterweise nur Gelb für den Torwart, der gegen Lattermanns Strafstoß machtlos war.

Nach einem ähnliche Strickmuster fiel das 0:2 in der 38. Minute. Nur ging dieses Mal ein Fehler von Knoblauch voraus, der über den Ball geschlagen hatte. Konradi hatte plötzlich freie Bahn, umkurvte Blechschmidt - und ging zu Boden. Wieder ein wohl berechtigter Pfiff, wieder Elfmeter - und Gelb-Rot für den Röslauer Torwart.
So bitter es war für den Keeper, war es wohl auch eine Art Erlösung, fortan nicht mehr zwischen den Pfosten stehen müssen. Das tat nun Grimm, der beim zweiten Strafstoß von Lattermann zwar die Fingerspitzen noch am Ball hatte, das 0:2 aber nicht verhindern konnte. Ein Ergebnis, das zur Pause sogar noch schmeichelhaft war für das Vorwärts-Team, hatten doch die Gäste durch Brand und Mayr noch zwei gute Möglichkeiten vergeben.
Nach der Pause war plötzlich mehr Feuer im Spiel der Röslauer. In der 61. Minute stand dem Spitzenreiter noch das Glück zur Seite. Torwart Küfner konnte einen Freistoß von Tonka nicht festhalten, doch Mayr rettete in höchster Not vor drei einschussbereiten Röslauern. Vier Minuten später aber erhielt die Aufholjagd des FC Vorwärts neue Nahrung. Walther bewies viel Übersicht und schlenzte den Ball aus gut 18 Metern genau in den Winkel. Ein Traumtor.

Nun verlor Neudrossenfeld seine spielerische Linie vollends und zeigte Nerven. Der Ausgleich blieb den Hausherren, die am Ende mit einem stürmenden Zakrzewski die Brechstange noch auspackten, trotz einiger turbulenter Szenen im Gästestrafraum aber verwehrt. Marco Konardi machte kurz vor Schluss alles klar.
"Wir sind leider nicht belohnt worden", haderte Rainer Stark nach Spielende mit Glücksgöttin Fortuna. Die stand an diesem Tag dem Tabellenführer zur Seite, was der alte und neue TSV-Coach Peter Schmidt auch gar nicht verhehlte. "Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein glücklicher Sieg für uns."


FC Vorwärts Röslau - TSV Neudrossenfeld 1:3 (0:2)
FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt - Smrha, Zakrzewski, Knoblauch (38. Grimm), Benker, Spörl (71. Lima), Sieg, Walther, Tamo (60. Dippold), Tonka, Yavuz.

TSV Neudrossenfeld: Küfner - Mayr, Lattermann, Kempf, Partyka, Lämmert, Pajonk, Diwersi, Konradi, Brand (74. Rau), Jahrsdörfer (85. Lutz).

Tore: 0:1 und 0:2 Lattermann (11. und 38./jeweils Foulelfmeter); 1:2 Walther (65.); 1:3 Konradi (90.). - Schiedsrichter: Scheiner (Steinsfeld). - Zuschauer: 230. - Gelb-Rot: Blechschmidt (38.)/-. Andreas Pöhner
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