Kulmbach
Boxen

Kulmbacher Boxer landen Volltreffer im Einkaufszentrum

450 begeisterte Zuschauer feiern die Siege der vier ATS-Kämpfer Sergej Brabander, Abdullah Üstün, Justin Meitz und Eddy Maier im "Fritz"-Einkaufszentrum.
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Publikumsliebling Eddy Maier (links) muss gegen den Würzburger Samil Dadaev hellwach sein und feiert einen verdienten Sieg nach drei mitreißenden Runden. Fotos: Alexander Muck
Publikumsliebling Eddy Maier (links) muss gegen den Würzburger Samil Dadaev hellwach sein und feiert einen verdienten Sieg nach drei mitreißenden Runden. Fotos: Alexander Muck
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Boxen in Kulmbach ist ein Publikumsmagnet. "Wenn mehr als 450 Zuschauer zum Boxen im ,Fritz' kommen, dann muss schon etwas Besonderes geboten sein", stellte Box-Chef Willy Kastner vom ATS Kulmbach fest. Und die Fans waren begeistert, was sie am Samstag bei der Box-Gala in der vierten Etage des Einkaufszentrums zu sehen bekamen: 14 hochkarätige und spannende Kämpfe sowie drei Demonstrationen im Thaiboxen. Alle Kämpfe des Nachmittags hattenein hohes Niveau, Ringärztin Sylvia Hupfer musste lediglich ein paar leichte Blessuren verarzten.

Vom Trainer optimal eingestellt

Dabei glänzten die vier eingesetzten ATS-Boxer, von Trainer Alexander Maier optimal eingestellt, ausnahmslos mit Siegen. Beim totalen sportlichen Erfolg des Kulmbacher Boxteams erfüllten Sergej Brabander, Abdullah Üstün, Justin Meitz und Eddy Maier vollends die in sie gesetzten Erwartungen.

Ringsprecher Jörg Hofmann kündigte den ersten ATS-Kämpfer Sergej Brabander unter Applaus an. Sein Gegner, Vladislaw Schefer aus Burglengenfeld, war um einen Kopf größer, konnte aber seine Reichweitenvorteile nur selten nutzen. Zu gewandt reagierte Sergej, der häufig die Initiative ergriff und mit dem rechten Cross gut ins Ziel traf. Der Punktsieg im Fliegengewicht der Jugendklasse (bis 48 kg) war verdient.

Als zweiter ATS-Boxer kletterte Justin Meitz in den Ring. Sein Gegner im Halbwelter gewicht (bis 63,5 kg), Adem Prekazi aus Weißenburg, fordert dem jungen Coburger im Kulmbacher Trikot alles ab, musste aber nach drei spannenden Runden den Punktsieg für Justin akzeptieren.

Tänzeln wie Muhammad Ali

Gespannt war man auf den Neustart von Abdullah Üstün, der den letzten seiner bisher fünf Kämpfe im Januar 2011 absolviert hatte. Schule und Ausbildung verhinderten bis vor kurzem ein regelmäßiges Training. Trainer Alexander Maier war aber sicher, dass der selbstbewusste Junge seine Aufgabe lösen würde. Schon beim Betreten des Rings tänzelte Abi im Stile seines großen Vorbildes Muhammad Ali und zeigte Selbstvertrauen. Das brauchte er auch beim harten Gefecht gegen den Würzburger Nico Mangiagli im Jugend-Leichtgewicht (bis 60 kg). Lautstark angefeuert vom Publikum, verausgabten sich beide Kämpfer bis zur letzten Sekunde des mitreißenden Kampfes. Nicht nur wegen einer Verwarnung für den Unterfranken siegte der Kulmbacher verdient nach Punkten.

Mit Spannung erwartete man den Kulmbacher Publikumsliebling Eddy Maier, der auf Samil Dadaev vom Boxteam Tommy Würzburg traf. Schon dessen Bruder musste sich in der Vergangenheit dem Kulmbacher knapp geschlagen geben, deshalb lag ein Hauch von Revanche in der Luft.

Vom ersten Gong weg erkannte man die Gefährlichkeit des Unterfranken, der aus einer geschlossenen Deckung plötzlich attackierte. Doch Eddy war hochkonzentriert, wich blitzschnell aus und setzte harte Treffer mit der Schlaghand. Unter großem Applaus feierte der Kulmbacher Vorzeigeboxer den verdienten Sieg nach drei mitreißenden Runden im Jugend-Mittelgewicht (bis 75 kg).

"Musste hellwach sein"

"Ich war heiß, musste hellwach sein und alles abrufen. Es ist immer ein besondere Erlebnis, hier vor heimischem Publikum zu kämpfen und den Sieg zu holen", sagte Eddy Maier, der sich heuer vorrangig um sein Abitur kümmern musste und das Training reduziert hatte. Ähnlich stolz waren seine Kampfgenossen Sergej Brabander, Abdullah Üstün und Justin Meitz, die trotz ihrer Siege selbstkritisch genug sind und wissen, wo sie sich noch verbessern können.

Box-Abteilungsleiter Willy Kastner und Trainer Alexander Maier stellten erfreut fest, "dass Boxen in Kulmbach wieder einen hohen Stellenwert hat". Und dass sich der große Aufwand gelohnt hat.
Leider konnte vom BC Velbert nur ein Kämpfer starten, da kurzfristig etliche Vereine ihre Athleten wegen Erkrankung abmelden mussten. Dennoch wollen die Sportler vom deutschen Serienmeister gerne wieder nach Kulmbach kommen.

In der Pause hatte die Sparte Thaiboxen unter der sportlichen Leitung von Frank Müller Gelegenheit, dem Publikum - darunter Landrat Klaus Peter Söllner und Oberbürgermeister Henry Schramm - fernöstliche Kampfkunst zu präsentieren. Die Kulmbacher erreichten in ihrer noch jungen Geschichte immerhin schon beachtliche Erfolge auf bayerischer und nationaler Ebene.


Weitere Ergebnisse

Lukas Spitzbart (Nürnberg Süd) Punktsieg über Rico Wittmayer (K1 Nürnberg)
Benjamin Kronen (Amberg) Punktsieg über Sofian Mendjal (Velbert)
Denis Walter (K1 Nürnberg) Punktsieg über Syska Remigiusz (Feuchtwangen)
Peter Freiberger (Marktredwitz) Punktsieg über Tolka Calim (K1 Nürnberg)
Kadir Kerim (Hof) Punktsieg gegen Viktor Rott (Schwabach)
Jörg Angles (Marktredwitz) Punktsieg gegen Dennis Jakob (Kickers Würzburg)
Alex Semenov (Amberg) Punktsieg über Dennis Scherer (Burglengenfeld)
Zelimhan Dadaev (Kickers Würzburg) Punktsieg über Alexandr Matyasch-Vlassenko (Schwabach)
Steffen Zayyan (Kickers Würzburg) Punktsieg überHans-Jakob Gömel (K1 Nürnberg)
Sven Angles (Marktredwitz) Punktsieg über Alexander Muchanov (Burglengenfeld)



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