Kulmbach
Radsport

Knauer holt sich den Gesamtsieg

Ein Mittelfranke landete beim Hauptrennen des 55. Großen Preises der Kulmbacher Brauerei auf dem ersten Platz, ein Danndorfer auf den fünften Rang.
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Florenz Knauer vom Team Herrmann aus Mittelfranken hängte die Konkurrenz im Hauptrennen ab.  Fotos: Karl Heinz Weber
Florenz Knauer vom Team Herrmann aus Mittelfranken hängte die Konkurrenz im Hauptrennen ab. Fotos: Karl Heinz Weber
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Das Radrennen, das der ATS Kulmbach am Samstag zum 55. Mal rund um die Kulmbacher Brauerei veranstaltete, war endlich mal wieder von gutem Frühlingswetter begünstigt. Ideale Voraussetzungen für die Radsportler, die - was die Eliteklasse angeht - aus ganz Deutschland in die Bierstadt kamen und auch voll des Lobes über die Veranstaltung waren. Abteilungsleiter Matthias Kraft hatte mit seinem Team wieder ganze Arbeit geleistet.
Die Vorbereitungen für das Radrennen beginnen für Kraft bereits früh: "Ich habe Mitte bis Ende März damit begonnen, die Ausschreibungen für das Radrennen zu erstellen und Sponsoren zu akquirieren. Das heißt, ich habe vor allem mit unserer Kulmbacher Brauerei gesprochen, meine ganzen Wege erledigt und das Programm zusammengestellt. Es war bis heute ständig Arbeit angesagt."


Zahlreiche Helfer

Dankbar ist der 46-jährige Abteilungsleiter, dass er bei dem Sport-Event nicht allein gelassen wird: "Ich brauche natürlich Helfer zum Auf- und Abbau, aber die Vorbereitungen habe ich größtenteils alleine gemacht, wie zum Beispiel die ganzen Behördengänge. Heute ist aber der gesamte ATS mit seinen 20 Abteilungen dabei, vor allem bei der Streckensicherung." Kraft will das Radrennen weiterhin am Leben erhalten: "An mir soll das nicht scheitern. Und solange es meine Gesundheit und meine Kraft zulassen, werde ich mich um dieses Radrennen auch Jahr für Jahr bemühen. Ich mache die Arbeit nach wie vor gerne und bin schon seit 1984 in dieser Abteilung dabei. Sie ist Teil meines Lebens."
Ohne die Kulmbacher Brauerei als finanzkräftigen Sponsor würde ein derartiges Radrennen nicht funktionieren. Brigitte Reichardt ist seit vielen Jahren das Gesicht der Brauerei bei dieser Sportveranstaltung: "Wir stellen in der Regel immer das Equipment, helfen beim Aufbau und natürlich bekommt der ATS von uns auch eine kleine Geldspende. Das Radrennen gehört zur Bierstadt Kulmbach dazu, und es ist wahrscheinlich die Veranstaltung, die wir bisher am längsten gesponsert haben", sagt Reichardt.


"Die Arbeit macht Spaß"

Heidesuse Wagner ist als ATS-Vorsitzende seit vielen Jahren Stammgast des Radrennens: "Ich bin bei dem Rennen schon ein bisschen das Mädchen für Alles, aber die Arbeit macht mir nach wie vor Spaß. Wir stehen alle unserem Matthias Kraft bei und unterstützen ihn. Eine große Hilfe war uns in diesem Jahr auch ,Mäcki' Geuther, der die Absperrungen an- und abtransportiert hat."
Start und Ziel war wie in den vergangenen Jahren in der Lichtenfelser Straße im Bereich des Verwaltungsgebäudes der Kulmbacher Brauerei. Und auch am 1,3 Kilometer langen Rundkurs wurden keine Veränderungen vorgenommen: Er führte über die Lichtenfelser Straße, die Hardenbergstraße und die Georg-Hagen-Straße zurück zu Start und Ziel. Der Rundkurs musste 39 bzw. 50 Mal durchfahren werden.
Der "Große Preis der Kulmbacher Brauerei" wurde traditionell als Rundstrecken-Kriterium durchgeführt. Sieger wurde das "Herrmann-Radteam" aus Baiersdorf bei Erlangen, das erst in der zweiten Saison engagierten Radsport betreibt. Florenz Knauer, der das Hauptrennen gewann, stellte für sein junges Team fest: "Wir haben uns erneut große sportliche Ziele gesteckt und die Prämisse ausgegeben, uns unter den besten Radsportteams des süddeutschen Raums zu etablieren." Das Rennen in der Jedermanns-Klasse entschied der 40-jährige Magdeburger Karsten Bombach für sich.


Knauer siegt im Hauptrennen

Die größte Aufmerksamkeit galt natürlich dem Hauptrennen über 50 Runden. Die 50 Radsportler ließen zum Abschluss des Radrennens noch einmal den Asphalt sprichwörtlich "qualmen". Hier ging es richtig zur Sache und die Zuschauer bekamen ein tolles Rennen zu sehen.
Beim Startschuss hatte Heidesuse Wagner allerdings mit der Pistole Pech, die genau in dem Moment blockierte. So wurden die Radsportler von Helmut Dorsch, der erstmals als fachkundiger Sprecher fungierte, nur mit dem Wort "Start" ins Rennen geschickt. Vor allem bei den Punktewertungen bekamen die Zuschauer tolle Sprints zu sehen.
Und Dorsch hatte auch Freude an seinen Job: "Es war sensationell, Spaß ohne Ende und ich finde den Radrennsport klasse, weil einfach auch eine tolle Atmosphäre herrscht. Es hat einfach riesig Spaß gemacht, sowas moderieren zu dürfen. Mir liegt das schon vom Triathlon, aber der Radsport ist noch eine andere Herausforderung."


Erster großer Erfolg für Knauer

Für den Sieger des Hauptrennens, Florenz Knauer vom Herrmann-Radteam, war es der erste Erfolg in diesem Jahr: "Ich bin in diesem Jahr nur Cross gefahren und bin erst vor wenigen Wochen in Aichach an den Start gegangen. Ich war letzte Woche mit der Mannschaft in Frankreich und das Training hat für die richtigen Kohlen bei mir gesorgt." Auch das schöne Wetter trug für den 27 Jahre alten Siemensmitarbeiter - er nimmt Brandmeldeanlagen in Betrieb - zu seinem Erfolg bei. Knauer betreibt den Radrennsport seit seinem zehnten Lebensjahr.


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