Himmelkron
Motorsport

Honke nimmt den Fuß vom Gas

Nach dem Überschlag seines Sohnes, der unverletzt blieb, fährt der Himmelkroner bei der Rallye in Sonnefeld nicht mehr voll. Sonst wäre vielleicht noch mehr als Rang 3 für das Team Honke/Heinze möglich gewesen.
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Weil sich sein Sohn Dominik auf einem Schotterabschnitt überschlagen hatte, nahm Reinhard Honke auf der letzten Wertungsprüfung den Fuß vom Gas. Mit seinem Copiloten Michael Heinze belegte er Rang 3 bei der Rallye in Sonnefeld. Foto: privat
Weil sich sein Sohn Dominik auf einem Schotterabschnitt überschlagen hatte, nahm Reinhard Honke auf der letzten Wertungsprüfung den Fuß vom Gas. Mit seinem Copiloten Michael Heinze belegte er Rang 3 bei der Rallye in Sonnefeld. Foto: privat
Der Saisonauftakt des Rallye-Teams Reinhard Honke (Himmelkron) und Michael Heinze (Wonsees) in Sonnefeld stand unter einem schlechten Stern. Vor der sechsten und letzten Teilprüfung bekam der Himmelkroner Pilot die Nachricht, dass sich sein Sohn Dominik auf einem Schotter abschnitt überschlagen hatte.

"Auto heil ins Ziel bringen"

"Nachdem ich mit meinem Sohn telefoniert und er mit bestätigt hatte, dass ihm und seinem Beifahrer nichts fehlt, haben mein Copilot und ich beschlossen, auf der letzten Prüfung nicht mehr voll anzugreifen, sondern das Auto heil ins Ziel zu bringen", so Reinhard Honke. Sonst wäre bei dem Lauf zur nordbayerischen Meisterschaft vielleicht noch mehr drin gewesen - eine noch bessere Platzierung als der 3.
Gesamtrang, nur drei Zehntelsekunden hinter dem Zweiten und 4,2 Sekunden hinter dem Sieger.

Die größtenteils Asphalt-strecken der Sonnefelder Rallye lagen dem Team Honke/Heinze, das mit dem Ford Escort Cosworth antrat. Es war ein Starterfeld von 95 Fahrzeugen gemeldet, die sechs Wertungsprüfungen - drei Streckenabschnitte, die jeweils zweimal gefahren wurden - absolvieren mussten. Zu Beginn stand ein 8,54-Kilometer-Rundkurs bei Zedersdorf auf dem Programm, der für den Ford mit seiner kurzen Übersetzung nicht gerade prädestinniert war. Hier hatten die Teams Hillmann und Reindl in ihren Evos einen Vorteil, den sie in einen Vorsprung umsetzten.

Zweimal Bestzeit

Es folgte eine 3,75 Kilometer lange anspruchsvolle Sprintstrecke bei Wörlsdorf, die auf engen Walddurchfahrten einen dreiprozentigen Schotteranteil hatte. Zum Abschluss wartete bei Spittelstein ein schneller, 4,75 Kilometer langer Asphaltkurs. Honke/Heinze fuhren beim ersten Durchgang auf beiden Strecken jeweils Bestzeit. Im zweiten Durchlauf lagen die führenden Teams etwa gleichauf - bis Honke mit der Unfallnachricht einen Dämpfer bekam.

Wie schon bei den vorherigen Rallyes fuhren die Honke und Heinze wieder aufs Treppchen. Der Kampf den Gesamtsieg war ein heißer Fight - das Spitzentrio fuhr in einer eigenen Liga. Nach Honke/Heinze tat sich eine enorme Lücke auf. Der Vierte lag bereits über 40 Sekunden zurück.

Der nächste Einsatz des Teams Honke/Heinze ist in vier Wochen geplant: Am 18. Mai steht in Ebern die nächste Rallye auf dem Programm.
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