Weiher
Hallenfussball

Himmelkroner Heime überraschen beim Behindertenturnier

Die Mannschaft der Himmelkroner Heime belegte bei der Oberfränkischen Meisterschaft der Behinderten in Kulmbach den 2. Platz.
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So sehen Sieger aus! Die Fußballer der Behindertenwerkstatt Ahorn gewannen wieder das Hallenfußballturnier um den Samocca-Cup in Kulmbach. Fotos: Werner Reißaus
So sehen Sieger aus! Die Fußballer der Behindertenwerkstatt Ahorn gewannen wieder das Hallenfußballturnier um den Samocca-Cup in Kulmbach. Fotos: Werner Reißaus
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Bei der fünften Oberfränkischen Hallenfußballmeisterschaft für Menschen mit Behinderung in der Sporthalle Weiher wiederholte die Mannschaft der Werkstatt aus Ahorn ihren Vorjahressieg. Im Endspiel fertigten die Fußballer aus dem Coburger Land das Team der Himmelkroner Heime, das völlig überraschend ins Endspiel gekommen war, klar mit 3:0 ab.


Torverhältnis entscheidet

In der Gruppe I setzte sich die Wefa Ahorn klar mit zehn Punkten und 11:2 Toren durch und verwies die Himmelkroner Heime (5 Punkte) auf Platz 2 . Dank des besseren Torverhältnisses - Himmelkron kassierte einen Treffer weniger als die Lebenshilfe Marktredwitz - zog man ins Halbfinale ein. Abgeschlagen landeten die Mannschaften aus Hof (Hochfränkische Werkstätten) und Bayreuth (WfbM) auf den Plätzen 4 und 5.
In der Gruppe II hatte die WfBM Kulmbach-Melkendorf mit neun Punkten knapp vor der Lebenshilfe Bamberg mit acht Punkten die Nase vorn. Die Lebenshilfe Forchheim sowie die Wefa Kronach und WfbM Lichtenfels schieden aus.
In den Halbfinalspielen ging es schon mehr zur Sache. Dabei setzte sich zunächst die Wefa Ahorn mit 2:0 gegen die Lebenshilfe Bamberg durch. Mit dem gleichen Ergebnis bezwangen die Himmelkroner Heime das Team aus Melkendorf.
Im Endspiel hatte sich Sebastian Laschka mit seiner Mannschaft zwar einiges vorgenommen, doch man musste die spielerische Dominanz der Ahorner anerkennen. Sie hatten zudem in Benedikt Welsch einen überragenden Torschützen, der alle drei Treffer erzielte. Die Freude der Himmelkroner über Silber war dennoch riesengroß. Benny Hauck: "Wir waren noch nie im Endspiel und belegen sonst meist die hinteren Plätze. Wir freuen uns einfach über den 2. Platz, wir waren heuer echt stark. Wir hatten auch mit Dominik Bieringer einen neuen Torwart bekommen, der super gehalten hat."
Und Sebastian Laschka kam zu dem Ergebnis: "Wir haben mit den Einzug ins Endspiel überhaupt nicht gerechnet. Allerdings muss man sagen, dass wir uns konsequent auf das Turnier vorbereitet haben und auch schon zwei Hallenturniere gespielt haben."


Dittwar zum achten Mal dabei

Unter den Zuschauern war bereits zum achten Mal der frühere Bundesligasprofi des 1. FC Nürnberg, Jörg Dittwar, der seit nunmehr zehn Jahren als Bundestrainer der Fußballer mit intellektueller Beeinträchtigung tätig ist: "Das Turnier wird immer besser, und die Spieler sind mit einer Leidenschaft dabei. Aber die negativen Seiten der Profis, die sie am Fernseher mitbekommen, haben sie auch. Vorhin hatten wir sogar eine Rudelbildung, bei der der Schiedsrichter eingreifen musste." Landrat und Schirmherr Klaus Peter Söllner sah es nicht ganz so kritisch: "Die behinderten Menschen sind mit einer Freude dabei und wir konnten auch beachtlich gute Spieler sehen."
Vor nunmehr elf Jahren hat BLSV-Kreisvorsitzender Lothar Seyfferth dieses Turnier ins Leben gerufen, seit fünf Jahren wird um die Oberfränkische Hallenfußballmeisterschaft und den Samocca-Cup gespielt: "Von der Qualität her hat sich dieses Turnier in den letzten Jahren gesteigert, es ist inzwischen ein Riesenerfolg." Sogar das Bayerische Fernsehen war da und sendete einen Bericht in der "Abendschau". Im nächsten Jahr wollen die Fernsehleute ein Team während des gesamten Turniers begleiten.
Die Turnierleitung lag wie immer in den bewährten Händen von Christine Heller und Karl-Heinz Wiesel.

Endstand: 1. Wefa Ahorn, 2. Himmelkroner Heime, 3. Lebenshilfe Bamberg, 4. WfbM Kulmbach, 5. Lebenshilfe Marktredwitz, 6. Lebenshilfe Forchheim, 7. Hochfränkische Werkstätten Hof, 8. WefA Kronach, 9. WfbM Bayreuth, 10. WfbM Lichtenfels.

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