Kulmbach

FC Marktleugast: Fair und erfolgreich

"Fairness statt fieser Fouls" - unter diesem Motto vergab die Kulmbacher Brauerei zum elften Mal den Fairness-Pokal. Fairste Herren-Mannschaft in Oberfranken war mit dem FC Marktleugast der Meister der Kreisliga Bayreuth/Kulmbach. Bei den Frauen teilt sich der SV Fortuna Untersteinach den Sieg mit dem FC Fortuna Roth.
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Die Marktleugaster Spieler - wie hier Torjäger Roland Groß gegen den TSV St. Johannis Bayreuth - wurden in der abgelaufenen Saison häufiger gefoult als dass sie selbst austeilten. Überhaupt war keine Mannschaft in Oberfranken fairer als der Kreisliga-Meister. Foto: Monika Limmer
Die Marktleugaster Spieler - wie hier Torjäger Roland Groß gegen den TSV St. Johannis Bayreuth - wurden in der abgelaufenen Saison häufiger gefoult als dass sie selbst austeilten. Überhaupt war keine Mannschaft in Oberfranken fairer als der Kreisliga-Meister. Foto: Monika Limmer
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Bezirksspielleiter Gerald Schwan machte bei der Preisverleihung auf der Plassenburg deutlich, dass das Thema Fairness von den Amateurmannschaften bis hin zu den Bundesligavereinen von großer Bedeutung ist: "Dies wird jedoch beim Kampf um die Tabellenspitze manchmal vergessen." Dass sich unter den Preisträgern zwei Meister-Mannschaften befänden, zeige, dass sich Fairness und erfolgreicher Fußball nicht ausschließen. Birgit Reichardt, Senior-Produktmanagerin der Kulmbacher Brauerei, überreichte den Siegern Trikotsätze. "Mit dieser Auszeichnung schärfen wird das Bewusstsein für faires Spielen und zeigen, dass Siegen um jeden Preis nicht der richtige Weg ist."

Der Spielführer des FC Marktleugast, Daniel Schramm, zeigte sich stolz auf diese Auszeichnung. Dass dem FC Marktleugast in der Vergangenheit ein anderer "Ruf" vorauseilte, erklärt Schramm so: "In den Jahren zuvor kam die Mannschaft mehr über den Kampf. Da waren auch harte Zweikämpfe an der Tagesordnung. Die Kehrtwende kam mit Ralf-Werner Ohnemüller, der die Akzente mehr im Spielerischen setzte."

Ohnemüller muss zahlen

Der FC Marktleugast kassierte in der abgelaufenen Kreisliga-Saison nur acht Gelbe Karten, mit einer Ausnahme alle wegen Meckerns - und alle kassierte Spielertrainer Ohnemüller: "Ich bin natürlich nicht stolz darauf, dass ich die interne Liste der Gelben Karten anführe, aber hinter diesen Karten stecken viele Emotionen und Leidenschaft. Aber da ich in der Bezirksliga weniger spielen werde, bin ich sicher, dass wir die Anzahl der Gelben Karten weiter reduzieren können." Für jede Verwarnung musste Ohnemüller übrigens zehn Euro in die Mannschaftskasse berappen.

Foulspiel ist für Ohnemüller "auch ein Zeichen von Schwäche". Der Spielertrainer sagt: "Das bedeutet, dass die Spieler nicht gut genug geschult sind und körperlich Defizite haben."

Herren: 1. FC Marktleugast (Kreisliga Bayreuth) 1,50 Punkte; 2. SV Rothenkirchen (Kreisliga Kronach) 1,53; 3. TSV Thiersheim (Bezirksliga Ost) 1,73; 4. TSV Konnersreuth (Kreisliga Marktredwitz) 1,80; 5. FSV Buttenheim (Kreisliga Bamberg) 1,90 6. SpVgg Lettenreuth (Kreisliga Coburg/Lichtenfels) 1,96; 7. FC Martinsreuth (Kreisliga Hof) 1,96; 8. FC Lichtenfels (Bezirksliga West) 2,28;.
Frauen: 1. FC Fortuna Roth (Bezirksliga West) und Fortuna Untersteinach (Bezirksliga Ost) 0,06; 3. TSV Staffelstein (Bezirksoberliga) 0,12; 4. FC Marktleuthen II (Kreisliga Ost) 0,14; 5. FC Konradsreuth (Kreisliga Ost) 0,14; 6. RSC Concordia Oberhaid (Kreisliga Süd-West) 0,14; 7. SV Steinwiesen (Kreisliga Nord) 0,15.

Erläuterung: Gelbe Karte: 1 Punkt, Gelb-Rote Karte: 3 Punkte, Platzverweis (Rote Karte): 5 Punkte, Meldung des Schiedsrichters über Vorkommnisse: 10 Punkte. Der Koeffizient ergibt sich aus der Anzahl der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Spiele.

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