Mit 2:2 Punkten kehrten die ATS-Faustballerinnen vom Bundesligaspieltag im niederbayerischen Landshut zurück. Wieder einmal konnte Kulmbach nicht mit der kompletten Mannschaft antreten. Zuspielerin Jasmin Fischer verletzte sich am Freitag beim Training. Dennoch schlug sich das ATS-Team achtbar und stand gegen den Tabellenzweiten TSV Calw kurz vor dem Sieg. Der Zug für die DM-Qualifikation ist nun abgefahren. Jetzt geht es darum, Platz 5 an den restlichen beiden Spieltagen zu verteidigen.


TSV Calw - ATS Kulmbach 3:2

In der ersten Begegnung traf Kulmbach auf den Tabellenzweiten. Das Hinspiel hatte der ATS noch mit 3:0 gewonnen. Auch in Landshut sah Kulmbach zunächst wie der sichere Sieger aus. Man kam wesentlich besser ins Spiel. Die neuformierte Abwehr mit Kristin Scholze und Nina Vonbrunn bot eine sehr starke Leistung.
Calw dagegen produzierte viele leichte Fehler und verlor folgerichtig Satz eins mit 9:11.

Auch im zweiten Durchgang war Kulmbach spielbestimmend. Die Taktik von ATS-Angreiferin Olga Blehm, Nationalangreiferin Stephanie Dannecker bei fast jeder Angabe aus dem Spiel zu nehmen, ging voll und ganz auf. Der Zweitschlag der Schwaben war einfach zu schwach, so gewann Kulmbach auch den zweiten Abschnitt mit 11:7.

Im dritten Satz kam Calw besser ins Spiel und ging mit 5:2 in Front. ATS-Trainerin Silke Eber nahm eine Auszeit, und ihr Team steigerte sich. Kulmbach wurde stärker und führte schon mit 9:6. Den Sieg vor Augen waren die ATS-Spielerinnen aber wie gelähmt. Sie spielten zu passiv und inkonsequent. Calw nutzte die Kulmbacher Schwäche und gewann den dritten Durchgang doch noch mit 13:11.

Der ATS erholte sich aber relativ schnell vom Satzverlust und spielte nun wieder effektiver und cleverer. Lohn der Arbeit war eine 10:6-Führung der Kulmbacherinnen. Vier Matchbälle sollten eigentlich reichen, doch nun war der Wurm im ATS-Spiel drin. Die Kulmbacherinnen wirkten mutlos und ängstlich. Kaum zu glauben, aber wahr: Calw gewann den vierten Durchgang nach Abwehr von fünf Matchbällen mit 14:12.

Der Entscheidungssatz verlief wieder ausgeglichen. Beide Teams boten hochklassigen Faustball und schenkten sich nichts. Zuspielerin Elena Ziegler, die für Jasmin Fischer auf der Mittelposition eingesetzt wurde, bot eine starke Leistung. Beim Stand von 10:9 hatte Calw seinen ersten Matchball. Im Gegensatz zum ATS nutzte der TSV gleich seine erste Chance zum glücklichen Sieg.

"Diese Niederlage tut besonders weh, weil wir den Sieg schon in der Tasche hatten. Wir müssen einen der zahlreichen Matchbälle nutzen, dafür gibt es auch keine Entschuldigung. Die DM in Staffelstein vor unserer Haustüre findet nun definitiv ohne uns statt. Gut war aber, dass wir nach der großen Enttäuschung wenigstens das zweite Spiel für uns entschieden haben", so Silke Eber.


TG Landshut - ATS Kulmbach 1:3

Man merkte dem ATS-Team die Enttäuschung an. Lediglich Angreiferin Petra Eigner, die für Olga Blehm ins Spiel kam, wusste mit harten Angriffsschlägen zu überzeugen. Leider konnte auch sie die 9:11-Satzniederlage nicht verhindern. Dann kam der ATS aber wesentlich besser ins Spiel, die Kulmbacherinnen rissen sich noch mal zusammen und gewannen den zweiten Durchgang mit 11:6. Der dritte Satz war wieder hart umkämpft. Die laufstarken Landshuterinnen hielten nach Kräften dagegen.

Ein Schlussspurt der ATS-Frauen mit einer sehr guten Silvia Jakobi brachte den Sieg im dritten Durchgang. Der vierten Satz schien zu einer klaren Angelegenheit für die Kulmbacherinnen zu werden. Man führte schon mit 7:2, doch wie gegen Calw tat sich der ATS schwer. Beim Stand von 10:9 verwertete dann Eigner endlich den dritten Matchball zum 3:1 Sieg gegen Landshut.

ATS Kulmbach: Petra Eigner, Silvia Jakobi, Olga Blehm, Elena Ziegler, Nina Vonbrunn, Kristin Scholze.