Neudrossenfeld
Fußball-Relegation

Aus im Elfmeterschießen - Kirchleus steigt ab

Der FC Kirchleus verliert auch sein zweites Relegationsspiel und steigt in die A-Klasse ab. Im Elfmeterschießen hat der SV Ramsenthal die besseren Nerven.
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Die einen trauern, die anderen jubeln. Den Kirchleusern Johannes Passing, Andy Müller und Thomas Witzgall (von links) ist nach dem verlorenen Elfmeterschießen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, rechts freuen sich die Ramsenthaler. Foto: Alexander Muck
Die einen trauern, die anderen jubeln. Den Kirchleusern Johannes Passing, Andy Müller und Thomas Witzgall (von links) ist nach dem verlorenen Elfmeterschießen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, rechts freuen sich die Ramsenthaler. Foto: Alexander Muck
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Es war ein verrücktes Relegationsspiel zur Kreisklasse, das die 250 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz des TSV Neudrossenfeld zu sehen bekamen. Am Ende siegte der SV Ramsenthal nach Elfmeterschießen glücklich, aber nicht unverdient.

Die Ramsenthaler treffen nun im Spiel um den letzten freien Kreisklassenplatz am Sonntag, 12. Juni, in Weidenberg auf den SSV Kirchenpingarten, der den TSV Plankenfels mit 1:0 schlug.

Ramsenthal war zunächst die spielbestimmende Mannschaft und lag auch durch einen Treffer von Sebastian Zeitler nach einer tollen Einzelleistung verdient in Führung. Zuvor war Florian Maisel in der 6. und 12. Minute zwei Mal frei vor FC-Keeper Dominic Schuberth kläglich gescheitert.

Als Ramsenthal drauf und dran war, das 2:0 zu machen, hatte Kirchleus mit einem schnellen Konter über Christian Pöhlmann die Chance zum Ausgleich. SV-Keeper Markus Schobert kam allzu stürmisch aus seinem Kasten und brachte Pöhlmann knapp außerhalb des Strafraumes zu Fall. Die Entscheidung des jungen Schiedsrichters Felix Hoffmann mit der Roten Karte war folgerichtig.

Für Schobert ging aber nicht der etatmäßige Ersatzkeeper Sascha Dürst zwischen die Pfosten, sondern mit Christian Kraft ein Feldspieler. Und damit begann die Achterbahnfahrt für den SV Ramsenthal los. Zunächst hatte die Schröder-Crew bei einem Freistoß von Kai Pöhlmann noch Glück, doch beim 1:1-Ausgleich in der 39. Minute durch Lerner sah Kraft alles andere als glücklich aus. Johannes Passing hatte das Tor mit einem tollen Sololauf vorbereitet, doch Christian Kraft versuchte Lerners Schuss mit dem Fuß abzuwehren, anstatt mit beiden Händen zum Ball zu gehen.


Auch Schefel muss vom Platz

Zuvor sorgte der Unparteiische wieder für numerische Ausgeglichenheit, als er den Kirchleuser Kapitän Johann Schefel nach wiederholtem Foulspiel mit der Ampelkarte vom Feld schickte.
Die Schlussphase der ersten Halbzeit hatte es dann noch einmal in sich, als Patrick Honig mit energischem Einsatz Ramsenthal erneut in Führung brachte. Doch postwendend patzte Christian Kraft bei einem harmlosen Distanzschuss von Kai Pöhlmann erneut, als er den Ball über seine Hände ins Tor gleiten ließ.
SV-Trainer Thomas Schröder stellte nach der Pause mit Sascha Dürst den Keeper der 2. Mannschaft zwischen die Pfosten. Groß eingreifen brauchte er allerdings zunächst nicht. Die letzte Chance in der regulären Spielzeit bot sich den Kulmbacher Vorstädtern, als Christian Pöhlmann und Andy Müller gefährlich vor Dürsts Tor aufkreuzten, doch Ramsenthals Keeper hatte aufgepasst.

Turbulent ging es dann in der Verlängerung zu. Zunächst brachte Zeitler Ramsenthal in Führung. Dabei hatte Christian Kraft, der bereits in der regulären Spielzeit als Feldspieler eingewechselt wurde, aufgelegt. Martin Huber egalisierte die Führung mit einem klassischen Eigentor. Und nur vier Minuten später lag plötzlich Kirchleus in Front. SV-Keeper Dürst hatte Lerner an der Torauslinie elfmeterreif gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Michael Passing zum 4:3 für Kirchleus.

Und irgendwie schien Alfred Hitchcock das Drehbuch für dieses Relegationsspiel geschrieben zu haben, denn schließlich war es Christian Kraft vorbehalten, zumindest einen seiner Fehler als Torwart wieder wettzumachen, als er in der 115. Minute mit einem Freistoß aus 22 Metern zum 4:4 ausglich. Kurz zuvor musste der Kirchleuser Kai Pöhlmann nach einem völlig überflüssigen Foul im Mittelfeld mit der Ampelkarte vom Platz.
Im Elfmeterschießen hatten dann die Ramsenthaler die besseren Schützen beziehungsweise mit Sascha Dürst den besseren Torhüter. Bei Ramsenthal waren Patrick Götschel, Marc Dippold, Christian Kraft und Christopher Bär erfolgreich. Für Kirchleus trafen nur Sebastian Lerner und Daniel Partenfelder. Die Elfmeter von Frank Warlich und Andy Müller parierte Dürst.


SV Ramsenthal - FC Kirchleus 8:6 (4:4/2:2) n. Elfm.
SV Ramsenthal: Schobert - Pinetzki, Huber, Loew, Götschel, Bär, Dippold, F. Maisel, M. Maisel, Zeitler, Honig; eingewechselt: Kraft, Dürst, Ruckriegel.
FC Kirchleus: Schuberth - Witzgall, Warlich, J. Passing, Ruppert, K. Pöhlmann, M. Passing, Lerner, C. Pöhlmann, Müller, Schefel; eingewechselt: Voigt, M. Partenfelder, D. Partenfelder.
Tore: 1:0 Zeitler (21.); 1:1 Lerner (39.); 2:1 Honig (45.); 2:2 K. Pöhlmann (45. + 1). 3:2 Zeitler (93.); 3:3 Huber (107./Eigentor); 3:4 M. Passing (111. /Foulelfmeter); 4:4 Kraft (115.). - Schiedsrichter: Hoffmann (Pfarrweisach). - Zuschauer: 250 (in Neudrossenfeld). - Rote Karte: Schobert (26.)/ - Gelb-Rote Karten: -/Schefel (35.), K. Pöhlmann (114.).
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