Kulmbach
Faustball-Bundesliga

ATS-Damen haben den Titel im Blick

Trotz der ersten Saisonniederlage hätte der Heimspieltag für Tabellenführer Kulmbach nicht besser laufen können.
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Die Kulmbacherin Elena Ziegler (links) bereitet den Angriff von Olga Blehm vor. Mit einem Sieg und einer Niederlage ist der Heimspieltag für die ATS-Damen am Sonntag optimal gelaufen. Foto: Monika Limmer
Die Kulmbacherin Elena Ziegler (links) bereitet den Angriff von Olga Blehm vor. Mit einem Sieg und einer Niederlage ist der Heimspieltag für die ATS-Damen am Sonntag optimal gelaufen. Foto: Monika Limmer
Besser hätte es für die Kulmbacher Faustballerinnen gar nicht laufen können: Zwar kassierte man beim Heimspieltag am Sonntag vor einer Rekordzuschauerkulisse gegen den TSV Dennach die erste Saisonniederlage, doch mit dem Sieg gegen den TSV Calw verteidigten die ATS-Damen Platz 1 in der Faustball-Bundesliga Süd. Gewinnen die Kulmbacherinnen am nächsten Sonntag auch gegen Landshut und Erlenmoos, kann das ATS-Team nach 1999 zum ersten Mal wieder die Südmeisterschaft feiern. Bleibt die Tabellenspitze auch nach dem letzten Spieltag unverändert, so trifft Kulmbach bei der DM-Endrunde in Dennach (bei Pforzheim) auf den Wunschgegner Calw.

Im ersten Spiel trafen die ATS-Damen auf den amtierenden Deutschen Feldmeister TSV Dennach. Die Schwarzwälderinnen nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und kontrollierten deutlich die Partie.
Die Gastgeberinnen produzierten vor allem im Angriff sehr viele leichte Fehler, so dass der TSV den Auftaktsatz mit 11:8 gewann. Auch im zweiten Durchgang legten die ATS-Damen ihre Nervosität nicht ab. Dennach dagegen wirkte hochkonzentriert und wollte sich für die Hinspielniederlage revanchieren. So ging auch der zweite Durchgang ging mit 11:6 an den TSV.

Der dritte Satz begann mit einem sehenswerten Ballwechsel, der drei Minuten dauerte - und am Ende konnte Dennach den Punkt für sich verbuchen. Kulmbach bäumte sich auf und kam auf 4:5 heran. Dann zog der TSV noch einmal das Tempo an und gewann mit 11:5. Auf ATS-Seite überzeugte lediglich Abwehrspielerin Nina Vonbrunn überzeugen, alle anderen Spielerinnen konnte nicht ihre Topleistungen abrufen - insgesamt eine etwas enttäuschende Vorstellung.

Ein Sieg war jetzt Pflicht

Vor der zweiten Begegnung gegen Calw war den Gastgeberinnen klar, dass sie unbedingt gewinnen mussten. Und es präsentierte sich eine ganz andere ATS-Mannschaft auf dem Platz. Kulmbach spielte die Angabe konsequent über die Calwer Nationalangreiferin Stephanie Dannecker - ein Rezept, das sich von Beginn an als der Schlüssel zum Erfolg erwies. Der Calwer Zweitangriff war einfach zu harmlos. So konnte der Kulmbacher Angriff mit Olga Blehm und Silvia Jakobi immer wieder punkten. Satz eins ging mit 11:8 an den ATS.

Auch im zweiten Durchgang war Kulmbach das dominierende Team. Die ATS-Abwehrreihe mit Nina Vonbrunn, die ihre stärkste Saisonleistung zeigte, und Elena Ziegler war zu jeder Zeit Herr der Lage. Auch Zuspielerin Jasmin Fischer kam nun immer besser ins Spiel. Der zweite Durchgang ging ebenfalls mit 11:8 an den ATS. Eine noch deutlichere Angelegenheit war der dritte Satz. Calw resignierte so langsam, und Kulmbach machte Punkt um Punkt. Mit 11:4 schickte das Team von ATS-Trainerin Silke Eber den TSV Calw vom Platz und gewann die Partie deutlicher, als man es vorher erwartet hätte.

"Wir haben heute gegen zwei Top-Teams unsere Tabellenführung verteidigt, das ist großartig. Damit haben wir uns auch eine gute Ausgangsposition für die DM-Endrunde geschaffen. Wir müssen jetzt noch einmal hochkonzentriert den letzten Spieltag angehen. Die Süd meisterschaft wäre ein sensationeller Erfolg", sagte die ATS-Trainerin.

ATS Kulmbach: Olga Blehm, Silvia Jakobi, Jasmin Fischer, Nina Vonbrunn, Kristin Scholze, Elena Ziegler.
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