Mainleus
Spatenstich

Spinnstuben Mainleus: Das ist alles geplant

Am 29. Juni ist Spatenstich für die Sanierung des Spinnstuben-Areals in Mainleus. Wir erklären, was sich dort tut.
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Die Vorarbeiten für die Sanierung haben begonnen. Foto: Jürgen Gärtner
Die Vorarbeiten für die Sanierung haben begonnen. Foto: Jürgen Gärtner
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Was lange währt... Nach jahrelangen Planungen ist es am 29. Juni soweit. Dann ist Spatenstich für die Sanierung des Spinnstuben-Areals vor den Toren von Mainleus. Bürgermeister Robert Bosch (CSU) spricht von einem "unwahrscheinlich schönen Gebäude mit schlossartigem Charakter" . 24 Wohnungen werden geschaffen, die Gaststätte wird reaktiviert.
Betrieben wird die Wirtschaft von einer Gesellschaft, die der Markt mit der Arbeiterwohlfahrt gegründet hat: die Mawo gGmbH. Geschäftsführerin ist Elisabeth Weith von der Awo. Die Awo zeichnet auch für die Idee und die Planungen verantwortlich.
Für das 11,3 Millionen Euro teure Projekt gibt es zahlreiche Fördergeber, so dass für den Markt Mainleus lediglich ein Eigenanteil von 1,3 Millionen Euro bleibt. "Es war in der Gemeinde ein großer Wunsch, dass das Gebäude erhalten bleibt. Durch die hervorragende Förderkulisse ist es leichter, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen", freute sich Bosch.
Neben den barrierefreien Wohnungen und der Gaststätte sind eine Sozialstation, ein Quartiersmanagement, ein museumsähnlicher "Ort der Geschichte", ein Jugendtreff und ein Mehrgenerationen-Spielplatz vorgesehen.
Der Bürgermeister geht von einer Bauzeit von zwei Jahren aus. Verantwortlich ist das Architekturbüro Drenske aus Kulmbach. Bisher sind Aufträge in Höhe von vier Millionen Euro vergeben. Bei der ersten Ausschreibung gab es eine böse Überraschung: Sie ergab Mehrkosten von 40 Prozent und wurde wieder aufgehoben. Beim zweiten Anlauf sah es besser aus: "Wir liegen jetzt bei plus 8 Prozent", so Bosch. Angesichts der Kostensteigerung auf dem Bausektor sei das ein passables Ergebnis. "Wir werden mit den Fördergebern in Nachfinanzierungsgespräche gehen, aber erst, wenn wir mehr Kostenklarheit haben", betont Bosch, der sich jetzt erst einmal auf den Baubeginn freut. "Wir können gar nicht glauben, dass es losgeht", sagt er auch im Namen der Verwaltung, deren Mitarbeiter "ein Feuer für das Riesenprojekt entwickelt haben".
Auch Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures spricht von einem "super Projekt". Das Ensemble werde nun für die nächsten Generationen bewahrt. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Spatenstich erlebe", sagt sie mit Blick auf die langwierigen Planungen. Und sie ist sich sicher: "Geheimrat Hornschuch wird sich im Himmel freuen."


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