Mainleus
Wirtschaft

Spinnerei in Mainleus: 15.000 Quadratmeter vermietet

Der Webereianbau der Industriebrache soll künftig Firmen als Lagerfläche zur Verfügung stehen. Schon in wenigen Wochen könnten die ersten Mieter einziehen.
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Sie nehmen die Hallen der Spinnerei in Augenschein (von links): Bürgermeister Robert Bosch, Unternehmer Norbert Raps und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Foto: Jürgen Gärtner
Sie nehmen die Hallen der Spinnerei in Augenschein (von links): Bürgermeister Robert Bosch, Unternehmer Norbert Raps und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. Foto: Jürgen Gärtner
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Es tut sich wieder was auf dem ehemaligen Spinnereigelände in Mainleus: 13 000 Quadratmeter Hallen und 2000 Quadratmeter Außenflächen stehen seit Donnerstag für eine gewerbliche Vermietung und Verwendung zur Verfügung. Einen entsprechenden Vertrag schloss der Markt Mainleus mit der Perspektiva Solutions GmbH aus Bad Berneck.

Das Unternehmen übernimmt als Projektentwickler die Herkulesaufgabe, das Firmenareal für Lager- und Logistikzwecke zusammen mit der Marktgemeinde Mainleus zu ertüchtigen.

Erfolg in Arzberg

Erfahrung mit solchen Vorhaben hat das Unternehmen seit seiner Gründung vor vier Jahren schon gesammelt, betonte Perspektiva-Geschäftsführer Norbert Raps und verwies auf die erfolgreiche Wiederbelebung der ehemaligen Porzellanfabrik Winterling in Arzberg. "Als wir das Projekt damals angingen, wurden wir als Spinner abgetan. Jetzt sind wir voll ausgelastet und müssen potenzielle Mieter vertrösten."

Norbert Raps ist sicher, dass so eine Erfolgsgeschichte auch in Mainleus möglich ist. "Wir wollen in der nächsten Woche die Hallen schon mit Interessenten begehen", erklärte er bei einem Rundgang zusammen mit Bürgermeister Robert Bosch (CSU) und MdL Martin Schöffel, der den Kontakt zwischen der Firma und der Gemeinde hergestellt hat.

In Mainleus ist von der Perspektiva Solutions GmbH geplant, die 13 000 Quadratmeter an Lager- und Logistikkunden weiter zuvermieten. Im Vorfeld müssten lediglich die Hallen etwas instandgesetzt werden. Auf "einen kleinen fünfstelligen Betrag" schätzt Norbert Raps die notwenigen Investitionen. Schon am 1. November sollen die ersten Mieter einziehen, ist sein erklärtes Ziel.

Die Zufahrt zu den Hallen erfolgt dabei nicht über den Haupteingang, sondern über das Tor an der Kreuzung Industriestraße und Tiefe Gasse. Geplant ist laut Raps, drei Ankermieter zu finden. Vermietet werden sollen Einheiten in einer Größenordnung von 2000 bis 3000 Quadratmetern.

Landtagsabgeordneter Schöffel zeigte sich überzeugt, dass das Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird.

"Sie haben ein unglaubliches Gespür dafür, wie ein Standort genutzt werden kann", sagte er mit Blick auf die anderen Projekte des Bad Bernecker Unternehmers. Es würden aber nicht nur brachliegende Hallen revitalisiert, sondern auch neue Jobs geschaffen, betonte er. Im gleichen Atemzug verwies er darauf, dass es sich bei der ehemaligen Spinnerei durch die zentrale Lage mitten im Ort um einen sensiblen Standort handele.

Bürgermeister Bosch stellte klar, dass es sich nur um eine Übergangslösung handelt. "Auf dem Gelände soll später ein Gebiet mit experimentellen Wohnformen entstehen", erklärte er. Doch bis das so weit sei, stelle man die Flächen für eine gewerbliche Nutzung zur Verfügung. Damit schlage die Gemeinde gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: die Brache werde genutzt, der Markt erziele Mieteinnahmen, das Gebäude werde wieder in einen vermarktbaren Zustand versetzt. Mit der Bad Bernecker Gesellschaft sei ein Jahresvertrag geschlossen worden, der je nach Bedarf angepasst werde.



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