Kulmbach

Spiel, Satz und Sieg für Mama

Kinder haben ihren eigenen Kopf. Auch bei der morgendlichen Auswahl der Garderobe.
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Foto: imago stock&people
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Wie schön waren die Zeiten, als man dem Junior den süßesten Strampler, den der Schrank hergab, oder den Schneeanzug mit Bärchenohren anziehen konnte und dies ohne Murren und Knurren akzeptiert wurde.

Inzwischen ist die Wahl der Garderobe schon ein gutes Stück komplizierter. Oft gibt es theaterreife Szenen vor dem Kleiderschrank. Blaue Hose: "Will ich nicht". Shirt mit Dinos auf der Brust: "Nein, nicht der Dino!". Komisch, gestern war dieser noch hoch im Kurs.

Sofern es unseren Zeitplan (und meine Geduld) zulässt, lasse ich den kleinen Mann selbst aussuchen, was er anziehen möchte. Spart Stress und schont die Nerven. Aber irgendwann hört der Spaß leider doch mal auf. Nämlich dann, wenn der Bub bei Temperaturen unter 10°C und Regen das kurze Fußballtrikot bevorzugt und ich schon beim Anblick mehrere Frostbeulen bekomme.

Kurzerhand mache ich die Terrassentür auf, um ihm zu zeigen, dass seine Auswahl nicht die Beste ist. Selbst der kaltnasse Windstoß, der sogar den Hund wieder ins Körbchen flüchten lässt, bringt den Junior nicht dazu, seine Kleiderwahl zu überdenken.

Also noch ein Griff in die Mama-Trickkiste und die "Mädels-Karte" gespielt. Denn seine liebste Kindergartenfreundin würde bestimmt gerne mit ihm draußen spielen. Aber in kurzen Hosen und T-Shirt geht das leider nicht. So schnell habe ich ihn noch nie zum Kleiderschrank flitzen sehen. Spiel, Satz, Sieg für Mama.

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