Kulmbach
Bauprojekt

Spiegel: Ist der zweite Wohnblock vom Tisch?

Gibt es die Wende im Spiegel? Ein zweiter Wohnblock auf dem früheren Murrmann-Areal scheint vom Tisch zu sein.
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Auf dem früheren Murrmann-Areal entsteht eine große Wohnanlage. Einen Erweiterungsbau wird es wohl nicht geben. Foto: Alexander Hartmann
Auf dem früheren Murrmann-Areal entsteht eine große Wohnanlage. Einen Erweiterungsbau wird es wohl nicht geben. Foto: Alexander Hartmann
Auf dem früheren Murrmann-Gelände im Spiegel wächst ein Neubau. Eine mehrgeschossige Anlage mit 19 Wohneinheiten, die die Premium-Bauträgergesellschaft aus Stadtsteinach realisiert.
Der Bauträger hatte auch eine Erweiterung im Visier. In einem Schreiben an die Stadt Kulmbach wurde wegen des Baus einer zweiten Wohnanlage angefragt. Gegen das Vorhaben hatte sich im Spiegel (wie berichtet) Protest formiert. Susanne Volkmar hat im Viertel Unterschriften gesammelt. 30 Anwohner haben sich gegen die Erweiterungspläne ausgesprochen.


Gegen "großen Klotz"

"Aus städtebaulicher Sicht passt so ein großer Klotz hier nicht rein", sagte Volkmar damals. Neben dem städtebaulichen Argumenten führte sie die Verkehrsproblematik an, die jetzt schon angespannt sei. Der Streit um Stellflächen störe den nachbarschaftlichen Frieden, so die Anwohnerin, die wie ihre Mitstreiter ein Veto gegen den zweiten Wohnblock eingelegt hat.


Das sagt der OB

Jetzt scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, die die Anwohner erfreuen dürfte. Nach den formalen Vorgaben wird die Anfrage des Bauträgers im Bauamt geprüft und erst dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) hat aber vorab versucht, eine Lösung im Sinne der Anwohner zu finden, um deren Bedenken Rechnung zu tragen. Er hat das Gespräch mit dem Grundstückseigentümer gesucht. Dieser habe, so Schramm, seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Flächen an die Stadt Kulmbach zu veräußern. Würde der Stadtrat dem zustimmen und das Geschäft zustandekommen, wäre die zweite Wohnanlage vom Tisch.


Mehr Stellplätze?

Schramm schwebt vor, dort statt einer Wohnanlage zusätzliche Stellplätze zu schaffen und das Areal insgesamt zu verschönern. Das hatten sich die Anwohner gewünscht. "Außerdem könnte die Engstelle an der Straße beseitigt und ein Gehsteig angelegt werden", so der OB. Schramm hat die Verwaltung beauftragt, einen Beschluss zum Kauf des Geländes für die nächste Stadtratssitzung vorzulegen.

Von der Wende überrascht zeigte sich Susanne Volkmar. "Wenn das so sein sollte, ist das wunderbar", sagte Volkmar. Sie ist froh, dass die Stadt wohl eine Lösung gefunden hat, "die in unserem Sinne wäre".

Von der Premium-Bauträgergesellschaft gab es dazu gestern keine Stellungnahme.


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