Thurnau

Spedition Emons baut schon 2020 in Thurnau - aber wo anders, als ursprünglich geplant

Die Himmelkroner Spedition Emons errichtet im Thurnauer Industriegebiet eine Logistik- und Montagehalle, die möglichst schon Ende 2020 bezogen werden soll.
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So soll die Halle der Spedition Emons im Thurnauer Industriegebiet aussehen. Visualisierung: Spedition Emons
So soll die Halle der Spedition Emons im Thurnauer Industriegebiet aussehen. Visualisierung: Spedition Emons

Der Weg ist geebnet: Emons darf in Thurnau bauen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig das Vorhaben der Himmelkroner Spedition genehmigt, die im Industriegebiet eine Halle für Logistik, Endmontage und Modulbau errichten wird.

Die Firma, die schon jetzt 180 Beschäftigte zählt, hatte seit langer Zeit Expansionsbestrebungen, am Standort Himmelkron aber vergeblich nach Flächen für eine Logistikhalle gesucht. Als sich die Pläne an der A 9 nicht verwirklichen ließen, hat Emons die Fühler ausgestreckt und sich in anderen Gemeinden umgeschaut. Gebaut wird jetzt nicht an der A 9, sondern an der A 70.

Bis zu 50 Arbeitsplätze

Im dortigen Industriegebiet entsteht keine reine Lagerhalle. Es ist eine Halle, in der für Kunden wie den Wärmepumpenhersteller ait aus Kasendorf beispielsweise auch eine Endmontage stattfindet. "Wir haben keine vollautomatischen Hochregale, bei uns wird viel mit der Hand gemacht", teilt der Himmelkroner Emons-Niederlassungsleiter Stephan Meixner mit.

Es ist eine Tatsache, auf die die Marktgemeinde großen Wert gelegt hat. "Es war uns wichtig, dass es kein reines Speditionsgebäude wird", sagt dazu Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU).

Startschuss im Frühjahr

Bernreuther freut sich, dass etliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Stephan Meixner rechnet mit bis zu 50 Beschäftigten. Mit dem rund 16 Millionen Euro teuren Neubau der 16 000 Quadratmeter großen Halle soll im Frühjahr begonnen werden. "Wir wollen dort möglichst schon Ende 2020 den Betrieb aufnehmen", sagt Meixner, der in Thurnau einen optimalen Standort mit direktem Autobahnanschluss sieht.

Markt baut alte Sparkasse um

Auf den Weg gebracht wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag ein weiteres Bauvorhaben. Ein gemeindliches. Der Markt Thurnau gestaltet das alte Sparkassengebäude in der Bahnhofsstraße zu einem Mietshaus um. Im dem Haus, das seit dem Umzug des Kreditinstitutes in das alte Rathaus leer steht, gab es früher schon mal Wohnungen. Nun werden fünf Sozialwohnungen geschaffen.

Der Gemeinderat hat am Montag die Vergabe der Umbauarbeiten vorgenommen. 800 000 Euro werden investiert. Die Kommune erhält eine 30-prozentige Förderung über ein soziales Wohnungsbau-Programm. Die restliche Summe wird über ein Null-Prozent-Darlehen des Freistaates aufgebracht.

Ihre Pläne vom Wiederaufbau des niedergebrannten Bauernhofs in Menchau kann die Familie Groppweiß in Angriff nehmen. Auch diese waren Thema der Gemeinderatssitzung.

Landwirtsfamilie darf bauen

Das landwirtschaftliche Anwesen war beim Großfeuer im Oktober niedergebrannt. Harald und Petra Groppweiß wollen schon im kommenden Frühjahr mit dem Bau eines neuen Stalls und einer Maschinenhalle beginnen. Der Gemeinderat stimmte den Bauanträgen in seiner Sitzung zu.

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