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Kulmbach
Auszeichnung

Sparkassen-Azubis kamen mit Teamgeist zum Erfolg

Worauf sind die Menschen in unserer Region stolz? Die Sparkassen-Azubis haben sich auf Spurensuche begeben.
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Lorenza Günther, Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation (links), fragte gemeinsam mit ihren Kollegen viele Menschen in Kulmbach und Kronach, worauf sie richtig stolz sind. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem dabei entstandenen Video.
Lorenza Günther, Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation (links), fragte gemeinsam mit ihren Kollegen viele Menschen in Kulmbach und Kronach, worauf sie richtig stolz sind. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem dabei entstandenen Video.
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Herausgekommen ist dabei ein in Eigenregie produziertes Video, das mit dem Ausbildungspreis belohnt wurde.

Im ersten Moment: ein Fragezeichen im Kopf: Was machen wir aus diesem Thema? "#richtigstolzsein" war das Motto des Ausbildungspreises, den der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und die Bayerische Rundschau heuer zum 14. Mal ausgeschrieben haben. Die Idee: Azubis sollten zeigen, worauf sie richtig stolz sind - in ihrem Unternehmen und in ihrer täglichen Arbeit. "Es fielen uns natürlich schon ein paar Dinge ein, aber insgesamt erschien uns das zu wenig für einen guten Wettbewerbsbeitrag", erzählt Lorenza Günther (21), Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation.


Raus auf die Straße

Die jungen Leute diskutierten und hatten schließlich die zündende Idee: "Wir sammeln nicht nur unsere eigenen Gedanken zum Thema, sondern fragen unsere Kunden und Menschen auf der Straße." Die Azubis organisierten zwei Aktionen, eine in Kulmbach, eine zweite in Kronach. "Wir haben Infostände aufgebaut und die Leute gefragt, was sie richtig stolz macht", so Debora Wrobel. Die 20-Jährige ist die erste Auszubildende zur Mediengestalterin der Sparkasse und übernahm die Regie für Kamera, Schnitt und Ton. "Vielen Leuten, die wir angesprochen haben, ging es wie uns. Sie wussten erst gar nicht recht, was sie sagen sollten. Kein Wunder: Wann stellt man sich schon mal diese Frage?"

Dass es sich lohnt, sie zu stellen und darüber nachzudenken, zeigt das bei der Aktion entstandene Video. Doch die Sparkassen-Azubis waren hartnäckig: Sie kamen mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch, mit Erwachsenen und Kindern, Familien und Senioren, Deutschen und Menschen mit unterschiedlichstem Migrationshintergrund. So vielfältig wie die Lebensgeschichten waren auch die Antworten.




"Natürlich war die Situation ein wenig ungewohnt, aber es hat viel Spaß gemacht, die Reaktionen waren sehr positiv. Wir haben kluge Antworten bekommen, nette Gespräche geführt, viel gelacht." Dazu haben die Auszubildenden auch ihre ganz persönlichen #richtigstolzsein-Momente eingebracht.

Und worauf waren die Gesprächspartner stolz? - Die Antworten fielen ganz unterschiedlich aus: auf die Enkelkinder, den Freund oder die Freundin, die eigene Arbeit oder auch darauf, ein Franke zu sein.


Die Jury war beeindruckt

Richtig stolz sein können die Azubis jetzt auch auf das Ergebnis ihrer Arbeit, das der Jury so gut gefiel, dass sie es zu einem der beiden Wettbewerbssieger kürte. Ebenso wie die Lehrlinge der Thurnauer Firma Schwender dürfen sich die Azubis nicht nur über die Ehre, sondern auch über ein Preisgeld in Höhe von 750 Euro freuen.

Von den derzeit 22 Azubis haben sich 14 am Wettbewerbsprojekt beteiligt - alle, die sich derzeit im zweiten oder dritten Lehrjahr befinden. Ausbildungsleiter Jan Fischer ist stolz auf die jungen Leute: "Jeder hatte seine definierte Rolle. Die Azubis haben natürlich unsere Unterstützung, wenn sie etwas brauchen, aber sie haben alles allein gemacht."

Tatsächlich gab es eine Menge zu organisieren. Dafür fühlte sich federführend vor allem die künftige Marketingfachfrau Lorenza Günther zuständig. "Da hängt doch mehr dran, als man anfangs denkt", sagt sie. "Es mussten rechtliche Fragen geklärt und Genehmigungen für die Infostände eingeholt werden, man braucht einen Zeitplan, ein Logo und vieles mehr.

Lorenza Günther und Debora Wrobel sind sich mit ihren Azubi-Kollegen einig: "Für uns war das eine sehr positive Erfahrung, die uns auch als Team gestärkt hat. Wir haben ja nicht nur Arbeitszeit für das Projekt genutzt, sondern viel in unserer Freizeit gemacht", erzählt Debora. "Und es ist uns bewusst geworden, dass es eine ganze Menge Dinge gibt, auf die wir richtig stolz sein können."

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