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Kulmbach
Sozialpreis

Sozialpreis: 40 Jahre ehrenamtliches Engagement in Kulmbach

Für ihr großes Engagement erhielten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kulmbacher-Kinder-Ausstattungs-Tausch-Zentrale am Mittwoch den Sozialpreis.
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Übergabe des Sozialpreises der Wählergemeinschaft Kulmbach (WGK). Unser Bild zeigt (von links): Anita Müller, Heidi Jungkuntz, Rosemarie Till, Alexander Meile, Stefan Schaffranek, Ralf Hartnack, Klaus Herrmann-Hofmann, Dieter Schaar, Karl-Heinz Kuch und Rainer Ludwig.Annika Fischer
Übergabe des Sozialpreises der Wählergemeinschaft Kulmbach (WGK). Unser Bild zeigt (von links): Anita Müller, Heidi Jungkuntz, Rosemarie Till, Alexander Meile, Stefan Schaffranek, Ralf Hartnack, Klaus Herrmann-Hofmann, Dieter Schaar, Karl-Heinz Kuch und Rainer Ludwig.Annika Fischer
40 Jahre sorgen ehrenamtliche Helfer nun schon dafür, dass die Kulmbacher-Kinder-Ausstattungs-Tausch-Zentrale (KuKATZ) eine große Auswahl an Secondhand-Kleidung für Kinder bietet. Aber nicht nur ihr Jubiläum durften die Organisatoren dieses Jahr feiern, sondern sie erhielten auch den Sozialpreis der Wählergemeinschaft Kulmbach für ihr Engagement.

"Wir waren die Ersten in Kulmbach, die die Idee zu solch einer Kleidertauschbörse hatten. Jetzt gibt es dieses Konzept auch an vielen Kindergärten", erzählte Heidi Jungkuntz, die zu den Gründungsmitgliedern der KuKATZ gehört. Zum einen kämen Kinder aus der zweiten und dritten Generation zu ihnen, die die Tauschbörse schon durch ihre Großeltern kennen. Zum anderen zählen in den letzten Jahren aber auch immer mehr Flüchtlinge und Migranten zu den Besuchern.

"Die Idee stammte von einem Mitglied des ,Clubs 36', ein kirchlicher Club, in dem sich die Frauen regelmäßig trafen. Schnell war klar: Wir wollen das machen, wir sind genug Frauen", erinnerte sich Rosemarie Till, die ebenfalls an der Gründung der Einrichtung beteiligt war. "Meine Aufgabe war es dann, die Geschäftsleute zu informieren", fügte sie hinzu. Anfangs seien sie skeptisch gewesen und sahen die Kleidertauschbörse als Konkurrenz. "Aber die Leute konnten ja bei uns ihre alten Kleider loswerden, um Platz für neue zu schaffen", erläuterte Till.

Der Vorsitzende der Wählergemeinschaft, Ralf Hartnack, betonte: "Ich hoffe, diese lobenswerte Einrichtung existiert noch viele Jahre." Der Sozialpreis wird vergeben, um das besondere Engagement der Bürger zu würdigen. Da sich die KuKATZ schon seit so langer Zeit für die Gemeinde einsetze, habe sie sich diese Auszeichnung mehr als verdient, fügte er hinzu. Damals wie heute seien zahlreiche ehrenamtliche Helfer als Vermittler von gut erhaltener, gebrauchter Kinderkleidung aktiv.

Gegen eine geringe Gebühr können gebrauchte Kleider abgegeben werden, die dann als Secondhand-Ware verkauft werden. Wenn die Nebenkosten durch den Erlös gedeckt sind, geht der Rest des Geldes an die Geschwister-Gummi-Stiftung. "Seit 2006 ist die KuKATZ ein unverzichtbarer Bestandteil des Familientreffs", erklärte Hartnack zudem.

Als Vertreter der Geschwister-Gummi-Stiftung sprach Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch der Wählergemeinschaft seinen Dank für den Preis aus. Auch stellvertretender Landrat Dieter Schaar sowie Zweiter Bürgermeister Stefan Schaffranek bedankten sich bei den vielen Helfern für ihren Einsatz. "Ich kenne das zu gut. Meine Tochter ist heute 22, aber wenn sie klein sind, braucht man ständig neue Klamotten", sagte Schaar. Schaffranek betonte, dass der Stadtrat sich zwar um das äußere Erscheinungsbild der Stadt bemühen könne, prägend seien aber die Menschen und ihr Handeln.

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