Kulmbach
Freizeit

Sommer im Kulmbacher Freibad: Es ist genug Platz für alle

Es sind die heißesten Wochen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Da bleibt nur der Gang ins Freibad zur Abkühlung.
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Beliebt vor allem bei jungen Badegästen: die Rutsche.Foto: Stefanie Gleixner
Beliebt vor allem bei jungen Badegästen: die Rutsche.Foto: Stefanie Gleixner
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Die Temperaturen sind seit Wochen auf einem Rekordhoch. Da strömen die Massen ins Kulmbacher Freibad um sich abzukühlen. So einen Sommer hat man dort selten erlebt.

"2003 war bis jetzt der Sommer mit den meisten Besuchern. Wir sind auf einem guten Weg, dieses Jahr einen neuen Rekord aufzustellen", sagte Stephan Pröschold, Chef der Stadtwerke Kulmbach. Und trotz dem großen Andrang muss kein Gast vor verschlossenen Türen stehen bleiben, so wie das in anderen Freibädern bereits der Fall ist. "Wir haben in Kulmbach keine Obergrenze, jeder der rein möchte, darf rein. Es ist genug Platz für alle", versichert Stephan Pröschold.

Je mehr Besucher da sind, desto stressiger wird es für die Schwimmmeister. Reiner Foltes und sein Team sind immer im Einsatz und stehen bei sengender Hitze direkt neben dem Becken. "Es ist schon hart in der Sonne. Wir können nur in den Schatten gehen, um etwas Kühles zu trinken", sagt der Schwimmmeister.
Das Team besteht aus vier hauptamtlichen Schwimmmeistern und drei Rettungsschwimmern, die je nach Zeit mit aushelfen. Der Tag ist aufgeteilt in zwei Schichten, damit durchgängig eine gute Überwachung stattfinden kann. "Wir müssen fast immer zu zweit sein. Anders können wir die Becken und die Rutsche nicht überblicken", erklärt Reiner Foltes. "Zum Glück treten bislang wenig Probleme auf. Ab und zu verhalten sich einige Badegäste an der Rutsche nicht ordentlich."
Auf die Frage, ob es eine Stoßzeit gibt, berichtet er: "Ab 15.30 Uhr wird es noch einmal voll. Dann kommen auch die Berufstätigen, um sich nach der Arbeit abzukühlen. Das sind dann schon noch einmal circa 250 Gäste, die abends kommen."

Auch Simone Nestmann kommt gerne hier her: "Bei dem Wetter sind wir schon ein bis zwei mal die Woche da." Die Kulmbacherin ist mit einer Freundin und den Kindern im Schwimmbad. "Es verläuft sich hier sehr gut. Es gibt viele Liegeflächen mit genügend Schattenflächen", bestätigt ihre Freundin Alexandra Günther. Und auch die Kinder haben ihren Spaß im Babybecken und toben ausgelassen.

Reger Betrieb herrscht auch im eben erst sanierte Kiosk, der pünktlich zum Saisonstart fertig geworden ist. "Dieser Kiosk ist, glaube ich, einmalig in ganz Deutschland. Er ist wirklich etwas besonderes", sagt Pächter Andreas Opel stolz. Auch die Gäste nehmen den neuen Kiosk gut an: "Durch das neue System sind die Wartezeiten im Vergleich zu früher viel geringer, auch wenn sehr viel Betrieb ist." Eine zentrale Kasse und unterschiedliche Stationen für verschiedene Speisen oder Getränke haben da zur Entlastung beigetragen. "Der Renner dieses Jahr sind Twister-Pommes und Slush-Eis", erzählt Andreas Opel.

"Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter, die bei diesen heißen Temperaturen durchhalten und stundenlang bei 70 Grad hinter der heißen Fritteuse stehen."

Und auch auf den nächsten Sommer können sich die Freibad-Freunde jetzt schon freuen, denn neben dem neuen Sprungturm, der schon beschlossene Sache ist, wird es auch eine neue Wasserkletterwand geben. "Wenn der Winter gut wird und wir mit dem Bau gut vorankommen, dann können wir beide Attraktionen zum Saisonstart nächstes Jahr in Betrieb nehmen", verspricht Stadtwerke-Chef Stephan Pröschold.


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