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Kulmbach
CSU-Regionalkonferenz

Söder sucht in Kulmbach das Gespräch mit der Parteibasis

CSU-Chef Markus Söder sucht das Gespräch mit der Parteibasis. Die Regionalkonferenz für Oberfranken fand am Freitagabend in Kulmbach statt.
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CSU-Chef Markus Söder suchte am Freitag in Kulmbach das Gespräch mit der Parteibasis.  Foto: Alexander Hartmann
CSU-Chef Markus Söder suchte am Freitag in Kulmbach das Gespräch mit der Parteibasis. Foto: Alexander Hartmann
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Tacheles geredet wurde hinter verschlossenen Türen: Bei der oberfränkischen Regionalkonferenz der CSU, die am Freitag in der Kulmbacher Stadthalle stattfand, musste auch die Presse vor der Tür bleiben. Die Öffentlichkeit war nicht erwünscht im großen Saal, wo sich Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder, Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und Generalsekretär Markus Blume mit der Basis über die beschworene Parteireform austauschten.

"Zeit für neue Stärke"

Offen war die Saaltür für jeden, der ein CSU-Parteibuch hat. Bei der Veranstaltung, die unter dem Motto "Zeit für neue Stärke" steht, geht es um die Neuausrichtung der Partei, die nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Bundestags- (2017) und Landtagswahl (2018) schon bei der Europawahl im Mai wieder durchstarten will. Die Basistour durch die Regionen sei eine Motivationstour, sagte Söder vorab bei einem Pressegespräch im Konferenzraum der Stadthalle. Nach internen Querelen und Wahlpleiten will der CSU-Chef die Partei neu positionieren, bei der Tour durch den Freistaat in Erfahrung bringen, wie sich die Mitgliedern die Volkspartei im 21. Jahrhundert vorstellen.

"Wir müssen durchstarten"

Ein einfaches Durchschnaufen reiche nicht. "Wir müssen durchstarten", sagte der Ministerpräsident. Jünger und weiblicher müsse die CSU werden, sich beispielsweise noch stärken den großen Herausforderungen des Natur- und Umweltschutzes stellen.

Die CSU, so versicherte Söder, werde weiterhin auch den ländlichen Raum im Blick haben. Ihre Politik sei nicht auf München zentriert, bringe gerade auch Oberfranken voran. Mit dem Uni-Campus werde in Kulmbach ein Zeichen gesetzt.

Ergebnisse im Oktober

Die Ergebnisse der Regionalkonferenzen, die in allen Regierungsbezirken stattfinden, soll eine Reformkommission aufgreifen. Bis Oktober soll diese konkrete Vorschläge liefern, wie die CSU wieder attraktiver werden kann.

Dass die Partei schon auf einem guten Weg ist, das haben einige Kulmbacher CSUler im Vorfeld der Regionalkonferenz erklärt. Die Partei müsse ihre konservativen Wurzeln bewahren, den Fokus aber mehr denn je auch auf aktuelle Themen richten, sagte etwa der Pressecker Ortsverbandsvorsitzende Christian Ruppert. Söder habe das erkannt und deutlich gemacht, dass es beispielsweise in Sachen Umweltschutz die Grünen nicht brauche. "Auch die CSU schaut auf die Nachhaltigkeit."

Für bessere Kommunikation

Dass er sich als Kommunalpolitiker von der Neuausrichtung der CSU auch erhofft, dass sich die Kommunikation mit der Landesleitung verbessert, erklärte der Himmelkroner Gemeinderat und JU-Ortsvorsitzende Sebastian Herrmann, der sich wünscht, dass die Partei weiterhin den ländlichen Raum im Blick behält.

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