Kulmbach

Sind Sie ein scharfer Typ?

Sind Sie ein scharfer Typ? Moment, nein, nicht was Sie jetzt denken. Vielleicht sollte ich mich anders ausdrücken.
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Clil
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Also, zweiter Versuch: Lieben Sie die gewisse Prise mehr in Ihrem Leben? Nun, ich gehöre durchaus zu jener Spezies, die es pikant mag, beim Essen wohlgemerkt, denn davon schreibe ich heute. Eine Pizza Diavolo zum Beispiel - das ist die mit der extra scharfen Salami und dem Warnhinweis auf der Speisekarte - löst bei mir auch kalt genossen eine wohlige Wärme auf der Zunge aus.

Meerrettich statt Senf

Oder haben Sie schon mal versucht, Ihre Bratwürste nicht mit Senf(t), sondern mit Meerrettich zu verspeisen? Ich empfehle den frisch geriebenen Kren, hmmhh, lecker! Das kann ein inneres Erdbeben auslösen, sage ich Ihnen, einen Maximalausschlag auf der persönlichen (Scharf-) Richterskala. Dazu noch eine Langrille der "Red Hot Chili Peppers" - Geschmacksnerven, was wollt ihr mehr?

Zu den Scharfmachern dieser Welt zählt auch das gute alte Salz, das sprichwörtlich in jede Suppe gehört. Das gibt es heute in fast so vielen Varianten wie das Grau in Loriots legendärem Kultfilm "Ödipussi". Was einst das Aschgrau, Mausgrau, Staubgrau oder Steingrau für den neuen Sofabezug war, ist zum Steinsalz, Meersalz, Pökelsalz oder Kochsalz für die Küche geworden - und zum Streusalz für die Straße.

Leise rieselt das Salz

Und genau dort, das sage ich jetzt so scharf, wäre für mich persönlich öfter mal Verzicht angesagt. Am späten Montagabend zum Beispiel, die stürmische "Sabine" hatte gerade ein Päuschen eingelegt, das Thermometer zeigte fast schon lauschige drei Grad plus, ein Kälteeinbruch war nicht gemeldet, sah ich Streufahrzeuge auf der Autobahn, aus denen das Salz munter auf die Fahrbahn rieselte. Die Logik erschloss sich mir nicht. Aber alles muss ich ja auch nicht verstehen.

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