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Gala

Silvestergala auf der Plassenburg: Gut unterhalten und verköstigt ins neue Jahr

Gastronom Günther Limmer hatte zur gediegenen Silvesterfeier gerufen - und 180 Gäste kamen auf die Plassenburg.
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Zum Dahinschmelzen: Tolle Musik - und das sogar direkt am gedeckten Tisch - bot die Band "Cavallinis" bei der Gala.Werner Reißaus
Zum Dahinschmelzen: Tolle Musik - und das sogar direkt am gedeckten Tisch - bot die Band "Cavallinis" bei der Gala.Werner Reißaus
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Es war eine Silvestergala vom Feinsten, die der "Hagleitner Wirt" im Festsaal der Plassenburg bot. 180 Besucher waren gekommen, um ins neue Jahr hinein zu feiern; die Letzten machten sich erst in den frühen Morgenstunden auf den Heimweg. Günther Limmer hatte alles aufgeboten, damit sich seine Gäste auf der Burg wohlfühlten und fröhlich und ausgelassen das Jahr ausklingen ließen. Das Trio "Cavallinis" aus Unterfranken verstand es glänzend, mit Musik zu unterhalten und zum Tanzen zu bewegen.

Wie es sich für eine Burg gehört, wurden die Besucher von einem Landsknecht in stilechter Robe am Eingang zum Festsaal empfangen. Die ersten Gäste waren Reinhard und Gerlinde Adler aus Heiligenstadt. Er hat besondere Verbindungen zur Bierstadt: "Ich war als Kind zweimal im Jahr und später in der Jugend immer zu Besuch bei meinen Großeltern, die hier ein Unternehmen hatten. Der Kontakt ist nie abgerissen."

Auftakt im Jahr 1999

Im Festsaal wartete "Burgherr" Günther Limmer derweil schon auf seine ersten Gäste, um sie entsprechend auf ihre reservierten Plätze einzuweisen. 1999 rief Günther Limmer die erste Silvestergala im Festsaal der Plassenburg ins Leben - sie wurde seitdem zum Selbstläufer: "Ich wollte eigentlich eine Veranstaltung im "Schönen Hof" machen, habe damals auch mit James Last verhandelt, aber es kam nicht zustande, weil der Platz hätte überdacht werden müssen. Aber dafür gab die Schlösserverwaltung keine Genehmigung, denn es hätten Pfähle zur Befestigung des Daches in den Boden geschlagen werden müssen. Wir sind dann auf die kleine Lösung gekommen, den Festsaal für die Silvestergala anzumieten. Wir hatten Jahre dabei, wo wir beide Säle im Erdgeschoss und im Obergeschoss sowie die Turmstube belegten. Wir wollten dann aber nicht mehr so groß feiern."

Bis alles soweit steht und die Gäste ihren Platz im Festsaal bekommen, ist für Günther Limmer eine unheimliche Vorarbeit notwendig: "Allein kann man das nicht machen, dazu ist ein Team notwendig. Heute Morgen haben wir zum Beispiel festgestellt, dass wir keine Biergläser haben, also musste die Brauerei in Bewegung gesetzt werden, dass wir noch Biergläser bekommen. Wir haben in diesem Jahr das erste Mal alles inklusive angeboten und da habe ich angenommen, dass mehr Bier als sonst getrunken wird."

Drei-Gänge-Menü serviert

Zu einer guten Silvestergala gehören neben einem guten Drei-Gänge-Menü auch eine gute Musik - und die hatte Günther Limmer mit den "Cavallinis" ohne Zweifel gefunden. Die Band hatte er bei einer Geburtstagsfeier auf der Burg das erste Mal gehört und sie verpflichtet. In zurückliegenden Jahren hatte immer das "Fischer-Duo" aufgespielt; aber die Gäste ließen Günther Limmer wissen, dass sie einmal eine jüngere Band wollten. Dem Wunsch kam der Gastronom nach.

Was das Menü anbelangt, bot die Burgküche sämtliche "Register der Tafeln", angefangen vom Antipasti-Teller mit Wildkräutersalat und Himbeerdressing über Tomate mit Mozzarella, marinierten Champignons und Paprika, Olive bis hin zum Geflügelsalat nach Burgfrauenart. Mit einer fränkischen Festtagssuppe mit Gemüse-Julienne ging es weiter und als Hauptgericht wurden Schweinemedaillons im Kräuter-Speckmantel in Portweinsoße und Kartoffelgratin serviert. Schließlich wartete noch ein köstliches Dessertbüffet mit verschiedenen Eistorten, Mousse und Früchten in "Brüsseler Schoko" getaucht, das die Meisterkonditorei und Confiserie Besold aus Weismain zusammenstellte. Und der Chef höchstpersönlich, Franz Besold, stellte dann auch noch sein Talent als "Weismainer Till" in der Bütt unter Beweis.

Was die Musik anging, bot die Band "Cavallinis" eine riesige Bandbreite: von "Italiano" und "Latino" bis hin zu Titeln der Fünfziger und Sechziger bis in die wilden Siebziger mit Hits wie wie "Baby come back" oder "Hang on sloopy". Im neuen Jahr ging die Band mit ihrem Leader Roland Rink dann auch "querbeet" auf die Musikwünsche der Besucher der Silvestergala ein.

Premiere für Neuenmarkter Paare

Unter den Gästen der Silvestergala war auch ein Tisch mit drei Ehepaaren aus Neuenmarkt, die das erste Mal auf der Plassenburg Silvester feierten. Gerhard Biedermann hatte die entsprechende Werbung im Radio gehört und sich entschlossen dabei zu sein. Die Erwartung für das neue Jahr war bei den Neuenmarktern unterschiedlich. Für Wolfgang Weiß, der nur noch wenige Monate an der Grundschule Ziegelhütten als Lehrer unterrichten wird, war der Wunsch klar: "Dass ich gut ins Rentenalter komme." Und für den Inhaber des Neuenmarkter Autohauses Förster, Matthias Förster, stand die Gesundheit für ihn und seine Familie ganz oben auf der Wunschskala.

Für Gerhard Biedermann, den früheren Leiter des Standesamtes Neuenmarkt, begann mit dem Jahreswechsel ein neuer Lebensabschnitt, denn er ging in den Ruhestand: "Ich schau mal, was auf mich zukommt. Es haben vor mir schon so viele geschafft, mit ihrem Rentnerleben zurechtzukommen, dann werde ich es auch schaffen."

Bei den jeweiligen Ehefrauen der drei Herren stand der Wunsch nach mehr Zeit füreinander, nach Gesundheit, nach einem Lottogewinn oder mehr Ruhe überhaupt im Leben ganz oben auf dem Wunschzettel.

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