Kulmbach
Technik

Schüler bauen die Roboter von morgen

In der First Lego League in Kulmbach präsentieren 13 Teams aus ganz Oberfranken, was so ein "elektronischer Hund" alles kann.
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Das Team "Weiße Zwerge" des MGF-Gymnasiums  erläutert den beiden Juroren, Professor Gerhard Fischerauer und Matthias  Ehmann von der Universität Bayreuth, wie der  selbst gebaute Lego-Roboter funktioniert. Foto: Uschi Prawitz
Das Team "Weiße Zwerge" des MGF-Gymnasiums erläutert den beiden Juroren, Professor Gerhard Fischerauer und Matthias Ehmann von der Universität Bayreuth, wie der selbst gebaute Lego-Roboter funktioniert. Foto: Uschi Prawitz
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Fest in der Hand von Roboterfans war das Kulmbacher Jugendzentrum in der Alten Spinnerei. Das MGF-Gymnasium richtete als Gastgeber einen von fünf Regionalwettbewerben der First Lego League in Bayern aus. Unter dem Motto "Hydro Dynamics" ging es darum, das sich die zehn- bis 16-jährigen Schüler über zwölf Wochen mit dem Thema Wasser auseinandersetzen.


"Rote Riesen" und "Weiße Zwerge"

Die 13 Teams aus ganz Oberfranken kamen mit ihren Forschungsergebnissen und ihren Lego-Robotern nach Kulmbach. Der Gastgeber schickte mit den robotikerfahrenen "Roten Riesen" und den erstmals antretenden "Weißen Zwergen" zwei Mannschaften an den Start.

"Mich fasziniert alles, was technisch ist. An dem Wettbewerb gefallen mir besonders die Herausforderung, das coole Team und dass wir alle so zusammengewachsen sind", sagte der zwölfjährige Finn Striegl, der zusammen mit den "Roten Riesen" und dem Projekt "Kulm-becher" in der Kategorie Forschungspräsentation einen Preis holen wollte.


Wasser aus Nebel

Die Jury, bestehend aus Luisa Hopp von der Universität Bayreuth, Oliver Voß von den Kulmbacher Stadtwerken und Andrea Künzl vom Wasserwirtschaftsamt Hof, hatte bei der Qualität der vorgestellten Forschungsarbeiten die Qual der Wahl. Fünf Minuten hatte jedes Team Zeit, seine Idee zu präsentieren. "Interessante Themen waren eine Meerwasserentsalzung mit Sonnenenergie, ein Pflanzenbewässerungssystem, eine Löschwasserreinigung und die Wassergewinnung aus Nebel", stellte die Jury fest und war von der kreativen Umsetzung der Aufgaben beeindruckt.

In der Kategorie Teamwork ging es darum, eine bis dahin geheime Aufgabe im Team zu lösen. "Hier werden die sogenannten Soft Skills bewertet", erklärte Physiklehrer und Organisator Wolfgang Lormes vom MGF. "Die Juroren bewerten, wie ein Problem gelöst wird, und beurteilen vor allem die Teamarbeit."


"Speedy" funktioniert einwandfrei

So mussten die Teilnehmer in der Kategorie Robot-Design ihre Arbeiten den beiden fachkundigen Juroren, Professor Gerhard Fischerauer und Matthias Ehmann von der Universität Bayreuth, auch genau erklären. Warum haben sie den Roboter so gebaut? Wie haben sie ihn programmiert? Hier stand das Team "Weiße Zwerge" tapfer Rede und Antwort und präsentierte den Roboter "Speedy" auch in Aktion. "So ein Roboter ist wie ein elektronischer Hund", meinte Jonathan Lormes. "Wenn er etwas nicht so macht, wie er soll, liegt das an uns, weil wir ihn schlecht programmiert haben." Doch "Speedy" ist brav und funktioniert bei der Vorführung einwandfrei.

Am Ende ging es in der Kategorie Robot-Game ums Ganze. Auf einem großen Spielfeld, das ein komplettes Wasserwirtschaftssystem abbildete, mussten die Lego-Roboter bestimmte Aufgaben erfüllen. "Die Schüler müssen austüfteln, wie sie die Motoren einsetzen, müssen sich bewusst machen, welche Problematiken beispielsweise mit Lichtsensoren auftreten können, wenn plötzlich die Sonne zum Fenster hereinscheint", erklärte Wolfgang Lormes. Es werde das Bewusstsein im Umgang mit elektronischen Geräten geschärft, und die Kinder sähen, was alles machbar ist - positiv wie negativ. Wünschenswert, so Lormes, wäre, "dass auch mehr Mädchen die Technik für sich entdecken".


Bayreuth hat die Nase vorn

Den Gesamtsieg sicherte sich Team "Storm" vor "Minati", beide WWG Bayreuth. Sie sind für das Halbfinale in Regensburg qualifiziert. Die "Roten Riesen" aus Kulmbach belegten in der Gesamtwertung den 4. Platz. Die "Weißen Zwerge" kamen auf Rang 9.
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