Grafengehaig
Gemeinderat

Sanierung mit "Überraschungen"

Der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses am Marktplatz 1 ist in vollem Gange. So manches Unvorhergesehenes brachte eine Kostensteigerung mit sich.
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Ende August begann die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses am Marktplatz 1 in Grafengehaig. Foto: Klaus-Peter Wulf
Ende August begann die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses am Marktplatz 1 in Grafengehaig. Foto: Klaus-Peter Wulf
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Der Markt Grafengehaig erhält eine Stabilisierungshilfe in Höhe von 300 000 Euro als Investitionshilfe. Bürgermeister Werner Burger berichtete bei der Grafengehaiger Marktgemeinderatssitzung am Montagabend von der Einladung ins Heimatministerium nach Nürnberg. Dort überreichte Staatsminister Albert Füracker den Bescheid über die Gewährung von Stabilisierungshilfen. Dafür muss die Gemeinde das Haushaltskonsolidierungskonzept fortschreiben und alle Möglichkeiten zur Einnahmeerhöhung und Ausgabenminderung ausschöpfen. Die Stabilisierungshilfe kann für die gemeindliche Grundausstattung wie Straßen, Brücken, Feuerwehr, Breitbandausbau oder Beseitigung von Leerständen verwendet werden.

Den Umbau und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses am Marktplatz 1 erläuterten die Architekten Matthias Schmidt und Oswald Kintzel vom Architekturbüro Schmidt, Kulmbach, die den Auftrag von Harald Schramm übernommen haben. Oswald Kintzel betreut die Sanierungs- und Umbaumaßnahme. Das Gebäude wurde 1826 erbaut. Im Laufe der Jahre wurden immer wieder Umbauten durchgeführt. Allerdings waren die Bautechnik, die Bauphysik und die Statik nicht so weit entwickelt wie heute.

Nach der Sanierung wird das Gebäude wieder eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren haben. "Es wäre falsch, hier halbherzig heranzugehen", sagte Kintzel. Ende August wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Problematisch ist, dass die vorbeiführende Straße höher liegt, als die Bodenplatte des Hauses. Deshalb liegen Feuchtigkeitsschäden vor, und die Außenfassade muss aufgearbeitet werden. Im Dachgeschoss waren Sparren defekt. Über die gesamte Traufe wurde eine neue Pfette gebaut.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Deshalb wird auch die Dachdeckung mit Schiefer historisch ausgeführt. Der Innenputz wurde entfernt und ein Dämmputz angebracht. Die Randhölzer waren ziemlich beschädigt und werden erneuert. Im Bereich der Küche an der Straßenseite wird eine Wandheizung eingebaut, die Ausblühungen verhindern soll. Durch die unvorhergesehenen Schäden liegt eine Kostensteigerung bei den Baumeisterarbeiten vor. Dafür wurden Einsparungen, zum Beispiel beim Zimmerer, gemacht. Die Mehrkosten werden jetzt zur Nachfinanzierung dem Amt für Ländliche Entwicklung vorgelegt.

Gemeinderat Bernd Witzgall wollte wissen, ob noch mit weiteren "Überraschungen" bei den Baukosten gerechnet werden muss. Oswald Kintzel konnte dies verneinen, da jetzt alle Hölzer freigelegt sind. Dem Marktgemeinderat wird weiter berichtet.

Bürgermeister Werner Burger berichtete von der sehr gut besuchten Bürgerversammlung am 22. November. Dazu waren auch viele Neubürger gekommen. Aus der Mitte der Bürgerversammlung kam eine Anfrage zu Mobilfunkmasten. Das Gemeindeoberhaupt sagte zu, hierzu eine Bürgerbefragung durchzuführen.

Bürgermeister Burger berichtete von Beschwerden der Bürger über die Verschmutzung von Straßen und Gehwegen durch Hundekot. Aufgrund der Gemeindegebietsfläche hält er Dog-Stationen nicht für zielführend. Jetzt werden alle Hundehalter angeschrieben und auf die Reinhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen hingewiesen. Bei Zuwiderhandlung kann ein Bußgeld von bis zu 500 Euro verhängt werden. Burger hofft auf die Einsicht mancher Hundebesitzer und bat darum, die Ortschaften sauber zu halten.

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