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Kulmbach
Bandporträt

Saitenmaler: Sie haben den Rock im Blut

"Aaachtung, still gestanden!" Bei der Bundeswehr hatte Markus Gack-Döring den Faden zur Rockmusik verloren. Doch die Liebe stirbt nie. Bei den Kupferberger "Saitenmalern" leckte der Marktleugaster vor fünf Jahren wieder Blut.
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Rock im Blut haben Markus Gack-Döring aus Marktleugast (rechts) und Heiko Baumann aus Eckersdorf. Am 3. Mai kann man sich davon in der Gaststätte "Jasmin's" in Kulmbach überzeugen. Foto: Stephan Stöckel
Rock im Blut haben Markus Gack-Döring aus Marktleugast (rechts) und Heiko Baumann aus Eckersdorf. Am 3. Mai kann man sich davon in der Gaststätte "Jasmin's" in Kulmbach überzeugen. Foto: Stephan Stöckel
Als sich die "Saitenmaler" zwei Jahre später auflösten, beschloss der heute 43-Jährige seine eigenes Ding zu machen: Im Internet fand er im Sommer 2012 mit Heiko Baumann aus Eckersdorf bei Bayreuth einen Kompagnon auf der gleichen Wellenlänge: dem guten alten, klassischen Rock aus den 60er, 70er und 80er Jahren.
Schon im Namen "Rocktime" spiegelt sich die Liebe zu diesem Sound wieder. "Einen schönen Abend bei cooler Musik aus der Feder von Gruppen wie ‚Creedence Clearwater Revival‘, ‚Status Quo‘ oder ‚Pink Floyd‘ verbringen - das ist das Ziel, das wir mit unserer Band verfolgen", sagt Gack-Döring. Welche Lieder tauchen im Repertoire auf? "Sie sollten aus der guten alten Rock'n'Roll-Zeit sein, von hoher Qualität und hohem Wiedererkennungswert."

Mit Heiko Baumann hat er einen Profi an seiner Seite, der schon in vielen fränkischen Country- und Rockbands ("Amarillo", "Black Sheep") seine Brötchen verdiente. An seinem Partner schätzt der Marktleugaster die Erfahrung und das exzellente Können.

Mit virtueller Band

Letzteres sorgt dafür, dass beide live wie eine richtige vierköpfige Band klingen: "Bass und Schlagzeug werden von Heiko in seinem Studio in Eckersdorf mit dem PC aufgenommen. Auf der Bühne singen und spielen wir mit unseren Gitarren dazu. Wir treten mit einer virtuellen Band aus der Konserve auf, wie Heiko zu sagen pflegt."
Beide können nicht nur hervorragend Gitarre spielen, sondern sind auch stimmlich gut drauf. Bei "Johnny B." von den "Hooters" singt Gack-Döring, bei "Highway To Hell" von "AC/DC" Baumann und bei "Let It Be" von den "Beatles" gibt es feinen mehrstimmigen Gesang zu hören. "Das Lied von den Liverpooler Jungs spielen wir nur mit akustischen Gitarren, also im Unplugged-Gewand, wie man neudeutsch zu sagen pflegt", verrät der Marktleugaster.

Bei einer Geburtstagsfeier hatten sie kürzlich einige Songs akustisch zum Besten gegeben und siehe da: "Auf der Tanzfläche kuschelten die Paare. Wir wollen nicht nur Vollgas geben", erklärt der Musiker.
Wie hat man sich ein Konzert von "Rocktime" vorzustellen? Spielen die Musiker auch schon mal die Rampensau, wie man im Musikerjargon zu sagen pflegt, oder stehen sie nur stocksteif auf der Bühne herum?

Programm mit 60 Songs

Letzteres weist Gack-Döring weit von sich: "Heiko musiziert schon mal ein Solo mitten auf der Tanzfläche, umringt von begeisterten Fans." Das Programm der Gruppe umfasst 60 Songs. Genug musikalischer Stoff, um bei einem Konzert flexibel zu sein und auf die vielen Wünsche der Fans einzugehen.

Am Freitag bei "Jasmin's"

Auf den Auftritt am 3. Mai in der Gaststätte "Jasmin's" in Kulmbach (Eintritt frei) freut sich Gack-Döring ganz besonders: "Es ist für mich der erste Auftritt in meiner Heimat, dem Kulmbacher Land."
Seine Gedanken sind aber auch bei den Fans, denen er am kommenden Freitag einen stimmungsvollen Abend mit guter Musik verspricht: "Ob Träumen, Tanzen oder kräftig Mitsingen - bei unseren Konzerten ist alles erlaubt."
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