Kulmbach
Wettbewerb

Sabrina aus Coburg will Bierkönigin werden

Sieben junge Damen haben ein Ziel: Sie wollen bayerische Bierkönigin werden. Im Kulmbacher Brauereimuseum bereiteten sie sich auf die große Endausscheidung am 11. April vor. Mitten drin: eine Oberfränkin.
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Bei einem Bier, aber auch sonst ist kein Zickenalarm angesagt: Sabrina Lang und Daniela Prestele sehen die Bierköniginnen-Wahl ganz locker. Fotos: Sonja Adam
Bei einem Bier, aber auch sonst ist kein Zickenalarm angesagt: Sabrina Lang und Daniela Prestele sehen die Bierköniginnen-Wahl ganz locker. Fotos: Sonja Adam
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Sabrina Lang aus Coburg bringt alle Voraussetzungen mit. Sie ist in Bayern geboren, über 21 und trinkt gerne Bier. Und sie ist ehrgeizig: "Ich wäre gerne Aushängeschild für die bayerische Kultur."

Bevor sie im museumspädagogischen Zentrum einen Bierkochkurs absolvieren, kosten die sieben Kandidatinnen erst einmal ein süffiges Museumsbier. "Ich glaube, dass ich durch meinen Beruf ganz gut reden kann", sagt Sabrina Lang. Sie ist Hörfunkvolontärin. "Ich habe früh in der Morningshow über die Wahl zur Bierkönigin berichtet." Da habe ihr Kollege gesagt: "Das wär' doch was für dich - bewirb dich doch", erzählt die 25-Jährige.

Natürlich hat sie auf den Kollegen gehört. "Mein Chef unterstützt das, er redet mich schon mit Hoheit an", lacht die Coburgerin. Noch etwas reizt Sabrina an dem Titel "Bierkönigin": das maßgeschneiderte Dirndl von Lola Paltinger. Außerdem dürfe die Siegerin als Bierbotschafterin in alle möglichen Länder reisen. Zudem winken ein Wellness-Wochenende und ein professionelles Fotoshooting.

Kochen mit Bier ist spannend
"Aber ich habe jetzt schon so viel gelernt", erläutert Sabrina Lang - und findet das Kochen mit Bier ziemlich spannend. Sie hat sich für die Zubereitung einer Vorspeise gemeldet. Koch Bernd Limmer zaubert mit den Kandidatinnen gefüllte Hähnchenbrüstchen im Schinkenmantel an buntem Salat mit Pils-Vinaigrette und Antipasti.

Auch Eva Karl aus Nittendorf in der Oberpfalz hat einen Bezug zu Oberfranken. "Mein Freund ist Referendar in Burgkunstadt", erzählt sie. Die 29-Jährige ist bei einem Getränkeabfüller im Bereich Social-Media-Marketing tätig. Sie lebte ein halbes Jahr in Mexiko, spricht fließend Spanisch und liebt die mexikanische Küche, aber ihr Herz schlägt eben für Bayern.

Bei der Wahl zur Bierkönigin kommt es nicht nur auf das Aussehen an, sondern auch auf Schlagfertigkeit, Bierliebe und Wissen. Und das bringen alle Kandidatinnen mit.

"Eine Oberfränkin wäre schön"
Auch Landrat Klaus Peter Söllner schaut beim Koch-Event mit den Prinzessinnen vorbei - und macht keinen Hehl daraus, dass er für die oberfränkische Kandidatin voten würde. "Das wäre natürlich schon schön, wenn eine Oberfränkin Bierkönigin werden würde."

Otto Zejmon, Vorstand Finanzen der Kulmbacher Brauerei, packt beim Hauptgericht mit an. Kein einfaches Unterfangen, so müssen die Kartoffeln in geschrotetem Malz gewälzt werden. Zubereitet werden ferner Kalbsrückensteaks mit Zwiebelkruste auf gedämpften Radieschen in Estragonsauce. "Man kann beim Kochen mit Bier nicht einfach einen halben Liter an die Sauce schütten, Bier ist wie ein Gewürz zu behandeln", schärfte Walter König vom Bayerischen Brauerbund den Kandidatinnen ein. "Manchmal ist weniger mehr." Noch einen Geheimtipp hat König parat: "Biersauce niemals einreduzieren lassen. Denn dadurch konzentriert sich der Hopfengeschmack, die Gerichte können eine unerwünschte Bitternote bekommen."

Zum Abschluss des Bierkochkurses zaubern die Mädchen noch Biersabayon, Dunkelbier-Eisparfait mit kandiertem Ingwer und Erdbeer-Mango-Ragout. So ganz nebenbei bringt Robert Boser den jungen Damen alles bei, was sie übers Bierbrauen wissen müssen.

Mit dabei ist auch Dani Prestele aus dem Allgäu. "Ich habe eine hohe Bieraffinität", lacht die hübsche 22-Jährige. Sie spielt leidenschaftlich gerne Klarinette bei der örtlichen Blasmusik - und dabei wird auch mal das ein oder andere Bier getrunken...

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