Trebgast
Unterhaltung

Rundschau-Vorstellung an der Naturbühne Trebgast

Zum zehnten Mal lud die Bayerische Rundschau Leser und Kunden auf die Naturbühne in Trebgast ein. Diesmal gab es "Viel Lärm um nichts".
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Ein Tänzchen in Ehren.
Ein Tänzchen in Ehren.
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Es war im Jahr 2005, als eine Idee geboren wurde, die bis heute Bestand hat und sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut: Damals lud die Bayerische Rundschau zum ersten Mal Leser sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum "Braven Soldaten Schwejk" an die Naturbühne Trebgast ein. Und damals wie heute wurde den über 400 Besuchern mehr geboten als bei einer normalen Naturbühnen-Vorstellung.

Nach Ende des Stücks mischen sich stets die Schauspieler in voller Kostümierung unter die Gäste. Dann wird gefachsimpelt und auf einen gelungenen Abend angestoßen mit einem Gläschen Prosecco, das die Bayerische Rundschau spendiert.

Karten für die Vorstellung gab es übrigens nicht zu kaufen: Die Tickets bekamen die Besucher beim BR-Hoffests beziehungsweise wurden die Karten bei der Aktion "Abo plus" verlost.

In ihrer Begrüßung vor knapp 550 Gästen freuten sich Redaktionsleiter Alexander Müller und stellvertretender Gesamt-Anzeigenleiter Bernd Seidel, eine herrliche Komödie über Liebe und Intrigen, Schein und Sein präsentieren zu können: Shakespeares "Viel Lärm um nichts".

Jemanden hervorzuheben aus dem Ensemble der Schauspieler fällt schwer, dennoch: Wie schon im vergangenen Jahr hat Patricia Wagner als Beatrice heuer eine große Rolle.

Viele Kulmbacher werden die 38-Jährige kennen - oder besser gesagt: ihre Stimme. Denn Patricia Wagner ist Moderatorin bei Radio Plassenburg. Auch heute ist sie wieder auf Sendung - von 10 bis 14 Uhr.

Als Beatrice ist sie zickig und schnippisch, eine Männerhasserin. "Ich habe schon versucht, mich mit ihr zu identifizieren", erzählt sie und verweist darauf, dass es für sie doch nur eine Rolle ist, die mit der "echten" Patricia nichts zu tun hat.

Und auch wenn sie das Moderieren gewöhnt ist und jeden Tag Tausende ihre Stimme hören - auf der Bühne zu stehen ist doch etwas ganz anderes. "Da habe ich Adrenalin, bin vor jeder Vorstellung aufgeregt."

Noch einer verdient Erwähnung: Wolfram Müller-Broeder. Als Antonio spielt er zwar nur eine kleine Rolle auf der Bühne, aber hinter den Kulissen war er wohl einer der wichtigsten Personen. Denn Müller-Broeder ist Gewandmeister und Chef der Kostümabteilung des Markgrafen-Theaters in Erlangen und zeichnet für die 19 auffälligen schwarz-weißen Kostüme verantwortlich. Die Stoffe wurden eigens für das Stück bedruckt: Je größer die Punkte, je breiter die Streifen auf dem Stoff, desto höher der Adelsstand der Mimen.

Doch nicht nur das: Die Gewänder sind besonders strapazierfähig, müssen die ganze Saison halten - bei Wind und Wetter. Schließlich handelt es sich ja um eine Naturbühne.
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