Wirsberg
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Rolls Royce und Jaguar: Blechparade in Wirsberg

Der Schnauferlclub Rhein-Ruhr machte 1979 Station im Raum Kulmbach. Eines der automobilen Schätzchen auf dem Foto gibt Rätsel auf.
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Die automobilen Kostbarkeiten des Schnauferlclubs Rhein-Ruhr wurden  1979  in Wirsberg viel bestaunt. Foto: Archiv Stephan Tiroch
Die automobilen Kostbarkeiten des Schnauferlclubs Rhein-Ruhr wurden 1979 in Wirsberg viel bestaunt. Foto: Archiv Stephan Tiroch

Das Hotel Post am Wirsberger Marktplatz ist dafür bekannt, dass dort immer mal auch Promis absteigen. Besonders gern zur Sommerszeit, wenn die Wagner-Festspiele im nahen Bayreuth stattfinden. Aber so eine Parade mit automobilen Schätzchen vor der Haustür wie auf dem Foto dürfte eine Seltenheit sein.

Reizvolle Landschaften

Es war im Juli 1979, als der Schnauferlclub Rhein-Ruhr zu einer 750-Kilometer-Rundreise durch die Bundesrepublik einlud. Abseits der Hauptverkehrsstraßen wählte man eine Route durch reizvolle Landschaften: Es ging nach Aschaffenburg, Rothenburg, Feuchtwangen, Weißenburg, Nürnberg, Bamberg, Iphofen und wieder zurück.

Auch in Wirsberg machte man Station. Neben der fränkischen Gastlichkeit interessierten sich die Autotouristen für die liebliche Gegend in der Fränkischen Schweiz und besichtigten die Reichelbräu in Kulmbach.

Die Blechparade vor dem Haus war ein Hingucker und zog die Schaulustigen an. Bei der Identifizierung der Kostbarkeiten auf vier Rädern half uns Walter Schaller vom Kulmbacher Oldtimer-Stammtisch.

Eine ziemlich harte Nuss

Mercedes 170 S Cabrio (Baujahr 1949 - 51), Jaguar E Type V12 (1971 - 75) oder 1933er Rolls Royce Phantom mit der Emily auf dem Kühler (von links) waren für ihn kein Problem. Aber der vierte Wagen mit dem Kennzeichen aus dem Hochsauerlandkreis gab dem Experten Rätsel auf. "Diese Nuss konnte ich nicht knacken", sagte er.

Schaller tippte auf ein DKW-Vorkriegsmodell. "Oder vielleicht ein Nachbau in der DDR aus dem Zwickauer IFA-Kombinat", meinte er. Was ihn störte: Der DKW hatte vorne aber eine zweiteilige Stoßstange.

Die Zweifel des Experten waren berechtigt: Anhand eines alten Zeitungsberichts konnten wir das Geheimnis lüften. Es handelt sich um ein seltenes Exemplar eines Hansa 1100, Baujahr 1936, aus der Borgward-Gruppe. Der Hansa hat einen durchgehenden Stoßfänger vorne .

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