Kulmbach
Burggeflüster

Richtig parken ist nicht schwer

Es hat einen Sinn, dass es sie gibt: Mutter-Kind-Parkplätze (oder auch: Elternparkplatz, Kinderwagenplatz, etc.).
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Archiv: Annika Seidel
Archiv: Annika Seidel

Die Mutter-Kind-Parkplätze nämlich sind, zum Beispiel vor Supermärkten, dafür gedacht, dass frau ihren Einkauf samt Nachwuchs in der Babyschale nicht ans andere Ende des Parkplatzes schleppen muss und vor allem sind sie oft breiter angelegt, damit das Ein- und Aussteigen erleichtert und vor allem daneben parkende Autos nicht versehentlich beschädigt werden.

Was für mich keinen Sinn macht, ist wenn ich als Mama sehe, dass auf solche Parkplätze Autos gestellt werden, in denen statt der Kindersitze die Sporttasche, der Werkzeugkasten oder die aktuelle Auto-Bild die Sitze belegen. Kein Kinderautositz, keine Lillifee-Hefte, vollgebröselte Polster oder andere Indizien, die den oder die Fahrzeughalter(in) als Parkberechtigte(n) legitimieren könnten.

Ich weiß, dass es keine rechtlichen Ansprüche auf die Elternparkplätze gibt. Und leider wissen das viele andere auch, dass man laut StVO keine Ordnungswidrigkeit begeht, wenn man unberechtigt auf ebensolchen parkt. Man beweist beim Vortritt lassen einfach nur Rücksichtnahme gegenüber den Müttern und Vätern mit Kind und gute Erziehung.

Ich gehöre zwar zu den Mamas, die kein Problem haben, wenn sie nicht unmittelbar vor der Eingangstüre parken können, doch war ich durchaus auch schon in Situationen, in denen ich mich geärgert habe, dass mir der Parkplatz durch bequeme Falschparker weggeschnappt wurde.

Top-Antwort damals von dem Herrn im BMW-Cabrio: "Die sind noch drin" - Sprach´s und fuhr mit hohem Tempo davon. Gerne hätte ich ihn noch gefragt, wo "die" noch drin sind? Etwa im Laden? Oder hätte ich mal einen Blick in seinen Kofferraum werfen sollen? Denn Kindersitze hatte er nicht im Cabrio - dafür aber zwei Bierkästen.

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