Kulmbach
Richtfest

Richtfest für Erweiterungsbau am Klinikum Kulmbach

Der Erweiterungsbau Süd am Klinikum Kulmbach ist fertig. Dort wurden 46 Millionen Euro investiert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Direkt oberhalb des Hubschrauberlandeplatzes steht der neue Erweiterungsbau Süd.  Uschi Prawitz
Direkt oberhalb des Hubschrauberlandeplatzes steht der neue Erweiterungsbau Süd. Uschi Prawitz
+6 Bilder

Vor eineinhalb Jahren fand der erste Spatenstich für das bisher größte Bauprojekt statt, das es je am Klinikum Kulmbach gegeben hat. 150 Millionen Euro wird das gesamte Vorhaben kosten, das zwei Erweiterungsbauten in Richtung Süden und Westen umfasst.

Am Freitagnachmittag wurde Richtfest für den Erweiterungsbau Süd gehalten, der in erster Linie als Bettenbau dienen wird. Hochmoderne Bettenstationen auf fünf Ebenen werden errichtet, Zweibettzimmer werden künftig Standard sein. Im Erdgeschoss soll zudem ein Behandlungszentrum für einbestellte Patienten entstehen, das eine Funktionseinheit mit der Unfallchirurgie und der Urologie bilden wird. Auch Zentrallabor und Bereitschaftspraxis finden künftig Unterschlupf in den neuen Räumlichkeiten.

46 Millionen Euro Kosten

Dieser Teilabschnitt Süd wurde mit 46 Millionen Euro veranschlagt und mit Fördergeldern in Höhe von 34 Millionen Euro bezuschusst. "Unser Haus steht nicht nur für Hochleistungsmedizin, wir sind auch wirtschaftlich gut aufgestellt", sagte der Vorsitzende des Zweckverbands Klinikum, Landrat Klaus Peter Söllner (FW). Mit dem Erweiterungsbau Süd wurden für 42 000 Kubikmeter umbauten Raum 1300 Tonnen Stahl und 7500 Kubikmeter Beton verbaut.

Doch die Gebäudehülle allein mache noch kein gutes Krankenhaus aus, betonte Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU), stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands. "Hier in unserem Klinikum arbeiten Profis und Experten mit einem großen Herzen."

Die Bauweise des Hauses sei flexibel und umfasse sogenannte "Floating Stationen", die dem Personal wie den Patienten lange Wege sparen. "Unser Klinikum ist bereit für die Zukunft, und wir wollen, dass sich die Patienten gut aufgehoben wissen."

Melanie Huml (CSU), bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, sagte, 643 Millionen Euro stünden pro Jahr zur Förderung von Krankenhäusern zur Verfügung, und insbesondere der ländliche Raum sei ihr dabei ein großes Anliegen.

Schließlich bedeute eine Modernisierung, eine Erweiterung oder ein Neubau auch eine Investition in die Arbeitsplätze der Mitarbeiter, und die Attraktivität eines Standorts werde erhöht.

Im Juli dieses Jahres hatte das bayerische Kabinett beschlossen, die Maßnahme mit Kosten von knapp 59 Millionen Euro neu in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2019 aufzunehmen. Damit können schon im nächsten Jahr erste Fördermittel abfließen.

90 Betten mehr

Mit dem zweiten Bauabschnitt können dann auch die anerkannten 540 Betten aufgestellt werden, das sind 90 Betten mehr als bisher. Der nächste Bau wird etwa 84 Millionen kosten, dafür werden 59 Millionen an Zuschuss fließen

Gute Nachricht

Eine gute Nachricht für das Kulmbacher Klinikum, dessen Patientenzahlen stetig steigen. Natürlich, so betonte die Staatsministerin, wäre all das Geld nichts wert, wenn es nicht Leute gäbe, die tatkräftig anpackten. An der Entstehung des aktuellen Erweiterungsbaus waren das Architektenbüro H2M und die für den Rohbau verantwortliche Riedel Bau neben zahlreichen weiteren Kulmbacher Unternehmen beteiligt.

"Wir sind eine leistungsfähige Region, und ein Großteil des Geldes wird auch in der Region verwendet", betonte Professor Stephan Häublein, Geschäftsführer des Architektenbüros. Nach seinen Dankesworten übergab er abschließend an Ralf Lindner von der Firma Riedel Bau, der den traditionellen Richtspruch vortrug.

Begleitet von den Klängen der Kulmbacher Stadtkapelle unter der Leitung von Thomas Besand begaben sich dann die zahlreichen Besucherinnen und Besucher durch den Rohbau in die Mitarbeiterkantine, um das Richtfest zu feiern.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren