Kulmbach
Burggeflüster

Rekorde, die wir gar nicht brauchen

Hitzerekord - eines der Worte, das ich aktuell tatsächlich nicht mehr sehen kann. Am Donnerstag überboten sich zahlreiche Nachrichtenquellen mit immer neuen Höchstwerten.
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Martin Remmers, dpa
Martin Remmers, dpa

Bereits am Mittwoch war offenbar in der Stadt Geilenkirchen (in Nordrhein-Westfalen, mit ähnlich vielen Einwohnern wie Kulmbach) der Rekord gebrochen worden, den das unterfränkische Kitzingen (40,3 im Jahr 2015) gehalten hatte. Dort waren 40,5 Grad Celsius gemessen worden.

Donnerstagnachmittag dann wurde in Bonn-Roleber 40,6 Grad gemessen. Und eine gute halbe Stunde später war das niedersächsische Lingen mit 41,5 Grad an der Spitze der bundesweiten Temperaturskala, ehe kurz danach am gleichen Ort über 42 Grad gemessen wurden.

Super, dass wir das jetzt alle wissen - aber was haben wir davon? - Dass es sehr heiß ist, merken wir selbst, wenn wir vor die Tür gehen. Und all die Rekorde sind doch eher zweifelhafter Natur, zeigen sie uns nur auf, dass sich das Klima offenbar inzwischen deutlich spürbar verändert.

Das merken auch die Feuerwehrleute (und die Helfer von THW, Bergwacht, Rotem Kreuz, Polizei), die zurzeit richtig im Stress sind. Am Mittwoch bei Bullenhitze in voller Montur bei der Firma Ireks, am Donnerstag dann im Kampf gegen die Flammen auf freiem Feld bei Stadtsteinach. Hut ab vor diesen Männern und Frauen! - Wenn wir uns auf die Suche nach Rekorden machen, warum nicht in dem Bereich. Sie alle toppt nämlich so schnell nichts - und das ist doch auch eine Art Rekord, oder?

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