Grafengehaig
Generalversammlung

Raiffeisenbank Oberland: Wieder 3,5 Prozent Dividende

Die Raiffeisenbank Oberland ist erfolgreich. In den letzten fünf Jahren ist die Bilanzsumme um 30 Prozent gestiegen, es gibt wieder 3,5 Prozent Dividende.
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Strahlend blau ist der Himmel über der Raiffeisenbank Oberland. Das Geldinstitut hat wieder ein erfolgreiches Jahr hinter sich und kann 3,5 Prozent Dividende an die Mitglieder ausschütten.Klaus-Peter Wulf
Strahlend blau ist der Himmel über der Raiffeisenbank Oberland. Das Geldinstitut hat wieder ein erfolgreiches Jahr hinter sich und kann 3,5 Prozent Dividende an die Mitglieder ausschütten.Klaus-Peter Wulf
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2017 war ein sehr gutes Jahr für die Raiffeisenbank Oberland, freute sich Vorstandsvorsitzender Ralph Goller am Freitagabend zu Beginn seines Geschäftsberichts vor der mit 500 Personen sehr gut besuchten Generalversammlung der Genossenschaftsbank in der Frankenwaldhalle Grafengehaig. Trotz anhaltender Niedrigzinsphase, weiteren aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie verschärftem Wettbewerb konnte er den Mitgliedern ein Ergebnis präsentieren, dass das Geldinstitut in die Lage versetzt, erneut eine überdurchschnittliche Dividende von 3,5 Prozent auszuschütten.


"Keine Selbstverständlichkeit"

Dieser Wert, so Goller, liege um rund dreieinhalb Prozent über einer vergleichbaren Anlage an den Geld- und Kapitalmärkten. "Diese Dividende stellt auch im Vergleich mit anderen Banken keine Selbstverständlichkeit dar", betonte er.

Die Bilanzsumme wuchs um 6,6 Prozent oder 7,6 Millionen Euro auf 124,3 Millionen Euro - eine Steigerung von 30 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Die bilanzwirksamen Kundengelder konnten bei rund 96,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das gesamte von der Bank betreute Kundenvolumen beläuft sich somit auf 206 Millionen Euro, was einen Zuwachs von 7,44 Prozent bedeutet.

Nach dem Abzug aller Tilgungen ist es laut Goller 2017 gelungen, durch Neuausreichungen und Verlängerungen im Kreditgeschäft einen Zuwachs von 13,8 Millionen Euro zu erreichen. Damit beträgt das Gesamtkreditvolumen rund 41,6 Millionen Euro, ein Zuwachs von 41 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Goller: "Daran kann man sehen, dass im Oberland wieder kräftig investiert wurde und wir auch weiterhin der Finanzierer Nummer eins im Oberland sind."

Mit 103 neuen Mitglieder wuchs die Anzahl der Teilhaber zum Jahresende 2017 auf 3244. "Damit ist mehr als jeder zweite Einwohner im Geschäftsgebiet Mitglied der Bank, wir sind die größte Gemeinschaftsorganisation im Oberland. Da kann man wirklich von Kundennähe sprechen", strich der Redner heraus.

Die Ertragssituation der Bank werde sich wohl auch im laufenden Geschäftsjahr halten lassen, zeigte sich Goller optimistisch. Die erfolgten Investitionen seien als klares Bekenntnis zum Standort Oberland zu werten.


Geschäftsstellennetz bleibt

"Die Raiffeisenbank Oberland ist von den derzeitigen Strukturveränderungen nicht betroffen. Wir sind überzeugt, dass unsere Bank trotz der Herausforderungen für die Zukunft gut aufgestellt ist. Und solange die Mitglieder und Kunden unser Dienstleistungsangebot weiterhin so gut annehmen wie bisher, sehen wir uns bestätigt und werden alles daran setzen, die Eigenständigkeit zu erhalten und unser gesamtes Geschäftsstellennetz aufrecht zu erhalten", unterstrich Goller und sagte: "Wir wollen und werden unsere Kundennähe und unsere kurzen Entscheidungswege auch in Zukunft erhalten."
Goller ließ nicht unerwähnt, dass die Bank über die Zweckerträge der Gewinnspareinrichtung in den letzten fünf Jahren rund 100 000 Euro Spenden an Vereine und sonstige Institutionen im Oberland gegeben hat.

Vorstand Peter Girndt erläuterte den Jahresabschluss 2017. Die aufsichtsrechtlichen Stresstests seien problemlos absolviert worden. Die Raiffeisenbank Oberland verfüge nach den aufsichtsrechtlichen Anforderungen über eine angemessene Vermögenslage, fasste Girndt zusammen.

Aufsichtsvorsitzender Frank Wunner ("Ein wunderbares Ergebnis") lobte die gute, offene und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Das Gremium empfehle, der vom Vorstand vorgeschlagenen Gewinnverwendung zuzustimmen. Der Genossenschaftsverband habe die gesetzlich erforderliche Prüfung durchgeführt, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk sei erteilt worden.

Ähnlich äußerte sich Oberrevisor Armin Barth, nach dessen Aufforderung die Versammlung Jahresabschluss und Lagebericht 2017 ebenso einstimmig genehmigte, wie die Verwendung des Jahresüberschusses. Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Ingrid Thieroff aus Grafengehaig und Johannes Klier aus Marienweiher bestätigt.


"Aushängeschild des Oberlands"

Der Grafengehaiger Bürgermeister Werner Burger bezeichnete die Raiffeisenbank als das Aushängeschild des Oberlandes. Er erinnerte daran, dass die Wurzeln der Genossenschaftsbank bis ins Jahr 1892 zurückgehen. Mit ihren kundennahen Lösungsvorschlägen und Entscheidungen zeige die Bank nach wie vor Flagge für die Heimat. Sie habe zudem stets ein offenes Ohr für die Vereine und Organisationen, und durch das Vorhalten von Arbeits- und Ausbildungsplätzen könnten viele junge Menschen hier bleiben.

Auch Landrat Klaus Peter Söllner dankte dem Geldinstitut für alle Aktivitäten.
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