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Gößmannsreuth
Rock in Oberfranken

R.I.O: "Groove Control" gewinnen in Gößmannsreuth

Drei Bands, sieben Jurymitglieder und drei Stunden gute Musik: Das war der R.I.O.-Vorentscheid für den Raum Kulmbach-Bayreuth in Gößmannsreuth.
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Eva und Paul von "Groove Control".  Foto: Uschi Prawitz
Eva und Paul von "Groove Control". Foto: Uschi Prawitz
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R.I.O. steht für Rock in Oberfranken, eine Initiative des Bezirks Oberfranken zur Förderung aller, die in Oberfranken handgemachte, selbst komponierte Musik spielen, gleich welcher Stilrichtung.

Entsprechend abwechslungsreich präsentierte sich das Programm beim Vorentscheid, von Funk über Trash Metal bis hin zum sanften Gitarrenpop war alles vertreten.

"Wir haben in Oberfranken insgesamt vier Vorentscheide", erklärte Samuel Rauch, Popularmusikbeauftragter des Bezirks. Die Gewinner eines jeden Vorentscheids gehen im kommenden Frühjahr auf die oberfränkische R.I.O.! Clubtour und erhalten jeweils 1000 Euro Tourgage. "Die Band, die dann bei der Oberfrankentour am besten abschneidet, kann sich über weitere 2000 Euro freuen, die übrigen erhalten Sachpreise", sagte Samuel Rauch.

Er hatte mit den restlichen Jurymitgliedern am Freitag die Qual der Wahl. Eigentlich hätten vier Bands antreten sollen, eine ("Worb") musste kurzfristig absagen, so dass "Groove Control", "Voltage Kill" (beide aus aus Bayreuth) und Vinzenz aus Kulmbach den Wettbewerb unter sich ausmachten.

Einen fulminanten Auftakt lieferten die fünf jungen Musiker von "Groove Control", allesamt Studenten aus Bayreuth. Mitreißender Funk und Jazz-Pop ist ihr Metier, oder wie es Sängerin Eva lachend ausdrückte: "Es war die Stilrichtung, auf die wir uns alle einigen konnten. Wir hatten einfach Bock auf Musikmachen."

Ihre Stimme, die in manchen Lagen ein wenig an eine Amy McDonald erinnert, passt gut zum Songarrangement der Band. Seit einem Jahr spielt "Groove Control" zusammen, dabei kennen sich einige Bandmitglieder bereits aus dem Kindergarten. Den Spaß an der Musik konnten sie beim Vorentscheid problemlos transportieren. "Unsere Ideen entstehen oft aus dem Jammen heraus, wobei die meisten Songs von Michi (Keyboard) und Paul (Bass) geschrieben werden."

Einen echten Kontrast zur Gute-Laune-Musik von Groove Control lieferte im Anschluss die Trash-Metal-Band "Voltage Kill", ebenfalls aus Bayreuth. Johnny, Adi, Tobi, Richi und Baum spielen in dieser Formation seit drei Jahren zusammen, die Band selbst existiert bereits seit 2010. Alle fünf Jungs machen schon seit vielen Jahren Musik und komponieren gemeinsam. "Jeder bringt Einflüsse ein", sagt Sänger Tobi, genannt "Baum". Wie ein Baum stand er dann auch mit seinen Bandkollegen auf der Bühne und rockte die Kulturschule.

Als Dritter des Abends betrat der 16-jährige Vinzenz Ständner aus Kulmbach mit ruhigeren Tönen vor das Publikum. "Ich freue mich über die Gelegenheit, meine eigenen Lieder zu präsentieren und hoffe, mit meiner Akustikgitarre den Rocksound hinzubekommen." Der junge Songwriter, der bereits einmal mit dem Ruckdeschel-Preis ausgezeichnet wurde, besucht die Musikschule in Kronach und will einmal Fachlehrer für Musik und IT werden. "Beruflich auf der Bühne zu stehen wäre allerdings ein Traum."

Die Jury konnte er an diesem Freitagabend mit seinem Talent absolut überzeugen. "Allerdings fehlte Vinzenz hier und da noch etwas Feinschliff", sagte Samuel Rauch. Er sieht in dem jungen Musiker allerdings riesiges Potenzial. "Wir haben ihn daher ermutigt, sich weiterzuentwickeln, viel live aufzutreten und sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben."

Das Rennen machte beim Vorentscheid die Band "Groove Control" aus Bayreuth. "Sie haben mit ihrem instrumental und gesanglich starken Auftritt voll überzeugt", erklärte Samuel Rauch. "Voltage Kill" holten sich den zweiten Platz mit einem "in ihrem Genre starken Auftritt, der auch technisch überzeugte". Zu Platz 1 habe es aber nicht ganz gereicht.

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