Stadtsteinach

Prunksitzung Stadtsteinach: Narren in absoluter Top-Form

Die Stadtsteinacher Narren präsentierten sich in ihrer ersten Prunksitzung am Samstagabend in Top-Form.
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Die Maxi-Garde als "Tempeltänzerinnen". Foto: Jürgen Gärtner
Die Maxi-Garde als "Tempeltänzerinnen". Foto: Jürgen Gärtner
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Es war eine der besten und unterhaltsamsten Sitzungen der vergangenen Jahre: Über vier Stunden unterhielten die Aktiven der Faschingsgesellschaft Stadtsteinach (FG) und deren Gastredner die Besucher bestens in der Steinachtalhalle.

Die Midi- und die Micki-Garde präsentierten ihre Gardetänze, Glanzpunkte wie alle Jahre das Weiberballett mit dem Schautanz "Bella Italia", das Männerballett mit "Diamantenfieber" und die Maxi-Garde mit ihren "Tempeltänzerinnen - frei von Tradition und Riten" - die Damen ein absoluter Augenschmaus in ihren im Scheinwerferlicht funkelnden Kostümen.

Tanzmariechen Nicole Gomer glänzte mit einer akrobatisch anmutenden Vorstellung.

Keine Prunksitzung ohne "Schlümmer geht's nümmer" - Hansi Hümmer. Der Mann ist mit seinen Zoten oft unterhalb der Gürtellinie der Klassiker im Programm der Stanicher. Dieses Mal sogar mit einigen hintergründigen Gags, die man so nicht von ihm erwartet. Und natürlich mit dem Geschlechtervergleich Mann - Frau. Beispiel gefällig: "Nur eine Frau, die Zwillinge bekommt, kann erahnen, wie sich ein Mann fühlt, der Grippe hat." Gemeinsam mit Marcel Ott und Roland Bayer stand er auch in der Hugo-Crew auf der Bühne.

Die absolute Überraschung des Abends: Büttenredner Jörg Kaiser, der auf Einladung von "Faschings-Urgestein" Hansi Hümmer nach Stadtsteinach gekommen war. Der Kabarettist ist in der Region kein Unbekannter, stand unter anderem schon im Kleinkunstbrettla in Untersteinach auf der Bühne. Mit seinen Frotzeleien traf der Nürnberger genau Nerv des Publikums. So erklärte er, was fränkischer Humor ist: "Wenn das Publikum zwei Stunden keine Regung zeigt, dann war's begeistert." In Stanich zeigten die Besucher aber eine Regung: und zwar donnernden Beifall.

Ein weiterer Gast kam aus der Oberpfalz: Lucky Lorenz. Der klärte gleich zu Beginn im breitesten Dialekt die wichtige Frage: "Versteht's ihr mi?" Der stämmige Bursche ließ sich von Bürgermeister Roland Wolfrum ein Bier auf die Bühne bringen und staunte, dass es in Oberfranken noch Sozialdemokraten gibt. "In der Oberpfalz ham die scho verrammt." Und Landrat Klaus Peter Söllner wünschte er ebenso wie Donald Trump eine neue Frisur.

Eine Ehrung gab es auch: Ronald Geier erhielt vom Fastnachtverband Franken den "Till von Franken" in Silber. Die Auszeichnung hat er sich über viele Jahre verdient - als Faschingsprinz, Elferrat, Büttenredner, Vorsitzender und Tänzer im Männerballett. Die Ehrung überreichte Günter Fennerl, seines Zeichens Mitglied im Ordenskapitel Franken.

Eingangs hatte FG-Präsident Andy Sesselmann die Gäste mit einem dreifach "Stanich Helau" begrüßt, bevor das Jugendprinzenpaar Klara I. und Tim I. sowie Ihre Lieblichkeit Melissa I. und Marcel I. die Besucher begrüßt. "Prinzessin zu sein war lange ihr Traum, sie musste sich nur nach dem richtigen Prinzen umschaun", reimt Marcel I.

Durch das Programm führte Marcel Ott.

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