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Glosse

Potenzielle Mieter: Jurist oder doch lieber Messie?

Wer eine Wohnung zu vermieten hat, ist bei der Suche nach den künftigen Bewohnern wählerisch - mit Recht. Wer will schon einen Messie rausklagen oder ständig einem säumigen Zahler hinterherlaufen?
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Wer eine Wohnung zu vergeben hat, schaut sich die künftigen Mieter genau an. Foto: dpa/Kai Remmers
Wer eine Wohnung zu vergeben hat, schaut sich die künftigen Mieter genau an. Foto: dpa/Kai Remmers
Fair ist die Auswahl oft nicht, denn Herkunft oder Familienstand sind mit Vorurteilen behaftet - nicht unbedingt mit Recht. In Großstädten mit knappem Angebot ist es für viele Menschen extrem schwer geworden, eine Wohnung zu finden: Migranten, die trotz Gleichbehandlungsgesetz, guter Jobs und freundlichen Charakters benachteiligt werden, Familien mit möglicherweise lärmenden Kindern, Alleinerziehende, denen man unterstellt, sie könnten die Miete nicht aufbringen. Bevor ein Vermieter einen Vertrag mit einem geringverdienenden Kellner, Friseur oder Studenten abschließt, gibt er die Wohnung lieber einem Hartz-IV-Empfänger - das Jobcenter zahlt zuverlässig.
Doch es gibt eine Berufsgruppe, bei der man nicht vermuten würde, dass es für sie ein Problem sein könnte, eine Wohnung zu finden: Juristen. Ihr Problem: Sie kennen ihre Rechte und wissen, wie sie diese durchsetzen können - der Alptraum jedes Vermieters. Kein Wunder, dass sie in der Statistik der größten Verlierer bei der Wohnungssuche weit vorne zu finden sind. Wer Jura studiert, sollte also zum Start an der Uni einen Bausparvertrag abschließen und bald Häuslebauer werden.
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