Ziegelhütten
Postzustellung

Post in Ziegelhütten kommt jetzt wieder pünktlich

Probleme mit der Postzustellung gab es in den zurückliegenden Tagen im Stadtteil Ziegelhütten. Die sind nach Auskunft der Deutschen Post DHL Group nun jedoch gelöst.
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Die BR-Leserin ist verärgert: In der vergangenen Woche hat sie und ihr Mann einen wichtigen Brief erwartet - aber er kam nicht an. Letztendlich musste sie mit dem Absender Kontakt aufnehmen und sich das Schreiben faxen lassen. Auch die abonnierte Sportzeitung des Mannes landete nicht im Briefkasten.

Über eine Woche musste die Ziegelhüttenerin warten, ehe die Zustellung endlich erfolgte. "Der Brief war auf den 16. September datiert und am 17. September von der Post abgestempelt - gekriegt haben wir ihn aber erst am vergangenen Mittwoch", erzählt sie am Telefon. Und die Sportzeitung kam in der Woche an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ebenfalls - erst die der Vorwoche, dann die aktuelle.

Seit Dienstag lande auch wieder aktuelle Post in ihrem Briefkasten. Einen Zusteller, den sie zufällig getroffen habe, habe ihr erklärt, dass es tatsächlich Probleme gegeben habe und die Sendungen inzwischen von zwei Bediensteten ausgetragen würden. Vorher sei sie bei der Hotline der Post auch nicht weitergekommen - sondern dort immer wieder in Warteschleifen gelandet.

Erwin Nier von der Pressestelle Süd der Deutsche Post DHL Group konnte am Freitag im Gespräch mit der BR Aufschluss geben: Zum einen habe ein sehr hoher Krankenstand zu der Situation geführt, dazu sei der Einsatz eines Kollegen gekommen, der sich in dem Bezirk nicht ausgekannt habe.

Der Kollege, der ja nicht mehr als zehn Stunden arbeiten dürfe, sei daher rasch an seine Grenzen gekommen und habe dann die Zustellung abgebrochen. Anders als vorgegeben, habe er jedoch am Folgetag nicht dort weitergemacht, wo er aufgehört habe, sondern habe immer wieder von vorne begonnen. "In so einem Fall sind die Kunden die Leidtragenden, die am Ende des Zustellbezirks wohnen", erklärte Erwin Nier. Zwischenzeitlich sei der Mitarbeiter ausgeschieden, weil er erkannt habe, dass die Aufgabe nicht die richtige für ihn sei.

Inzwischen werde wieder korrekt zugestellt, ein Teil der Mitarbeiter habe sich auch wieder aus dem Krankenstand zurückgemeldet. "Spätestens am Samstag sollte alles wieder aufgearbeitet sein", sagte der Pressesprecher zu.

Selbstverständlich plane sein Unternehmen auf der Datenbasis der Vorjahre auch Fehlzeiten aufgrund von Krankheit oder Resturlaub ein - hier stünden Abrufkräfte, die etwa gerade im Erziehungsurlaub seien, oder Studenten zur Verfügung. Ein ungewöhnlich hoher Krankenstand lasse sich aber nicht planen.

Unabhängig davon sei die Deutsche Post DHL Group immer auf der Suche nach Zustellern, wie Nier betonte. "Wenn sich jemand für die Aufgabe interessiert, auch aushilfsweise, kann er sich gerne bei uns melden."

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