Stadtsteinach

Polizei schnappt Diebespaar aus Landkreis Kulmbach

Da ist der Polizei ein echter Coup gelungen: Die Beamten haben ein Pärchen aus dem Landkreis geschnappt, das über Jahre auf Diebestour war.
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Ein Teil der sichergestellten Waren, die  nach der Sicherstellung in der     Stadtsteinacher Polizeiinspektion landeten.Polizei
Ein Teil der sichergestellten Waren, die nach der Sicherstellung in der Stadtsteinacher Polizeiinspektion landeten.Polizei

Da ist der Polizei ein echter Coup gelungen: Die Beamten haben ein Pärchen aus dem Landkreis Kulmbach geschnappt, das offenbar über Jahre auf Diebestour war und Hunderte Gegenstände in der Wohnung gehortet hat, um diese auf einer Verkaufsplattform im Internet zu verkaufen.

In Nürnberg gefasst

Nach einem Ladendiebstahl in einem Nürnberger Kaufhaus konnten Ermittlern der Stadtsteinacher Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bayreuth das Ehepaar überführen, das über mehrere Jahre hinweg seinen Lebensunterhalt mit Diebesgut aufgebessert hat. Es war Ende November, als Bediensteten eines Kaufhauses den 39-Jährigen nach einem Diebstahl festhalten und der Polizei übergeben konnten.

Im Rahmen der Sachbearbeitung baten die Nürnberger Beamten ihre Kollegen in Stadtsteinach, auf richterlichen Beschluss hin die Wohnung des Ladendiebs zu durchsuchen. Die Polizisten staunten nicht schlecht, als sie in der Wohnung über 300 teilweise noch original verpackte Gegenstände auffanden. Der Mann konnte keinen eindeutigen Herkunftsnachweis erbringen. Für die Sicherstellung und den Abtransport des offensichtlichen Diebesguts mussten die Beamten personelle und logistische Unterstützung aus Bayreuth anfordern.

Den Arbeitgeber bestohlen

Die Staatsanwaltschaft und die Ermittler der Stadtsteinacher Polizei fanden schnell heraus, dass das offensichtliche Diebesgut zu einem großen Teil einem Internetversandunternehmen zuzuordnen war, bei dem der 39-jährige Mann als Lagerist gearbeitet hat. Zusammen mit Spezialisten der Kripo ermittelten die Beamten, dass der Mann seit mindestens zweieinhalb Jahren Waren aus dem Lager seines Arbeitgebers entwendet hat, um diese im Internet zu verkaufen.

Schaden: 40.000 Euro

Der angerichtete Schaden beläuft sich nach bisherigen Feststellungen auf über 40 000 Euro. Spezialisten für Vermögensabschöpfung der KPI prüfen jetzt, inwieweit Vermögenswerte der Beschuldigten durch diese Diebstähle finanziert wurden, um diese Werte dann einzuziehen.

Der Mann und die Frau müssen sich auch wegen Ladendiebstählen verantworten, die sie zusätzlich zu den Diebstählen am Arbeitsplatz des 39-Jährigen begangen haben. Wie die Ermittlungen ergaben, stand die 38 -jährige Ehefrau jeweils Schmiere, um die Taten abzusichern.

Auf beide wartet jetzt ein Verfahren wegen eines besonders schweren Fall des Diebstahls.

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