Kulmbach
Burggeflüster

Plattentechnisch aus der Übung

Schallplatten waren lange aus der Mode. Nun sind sie wieder in. Und mancher hat verlernt, wie man damit umgeht.
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Symbolbild: Fredrik von Erichsen/dpa
Symbolbild: Fredrik von Erichsen/dpa

Der Karton ist sauschwer. Vor vielen Jahren habe ich ihn in die Abstellkammer geräumt. Der Inhalt: Ungefähr 150 Schallplatten. Sie wissen schon, diese schwarzen Dinger mit Musik drauf. Hat ja heute kaum einer mehr.

Auch ich bin vor Jahren umgestiegen auf CDs, auf MP3-Dateien, auf Downloads aus dem Internet. Mein Plattenspieler? War irgendwann kaputt und wurde nicht ersetzt. Irgendwie hat es mir immer leid getan um die vielen Schallplatten. Bei vielen weiß ich noch genau, wann und wo ich sie gekauft habe.

Nach eingehender Rücksprache mit meinem Sparschwein steht seit kurzem in meinem Wohnzimmer wieder ein Plattenspieler, nebendran der Karton mit den Platten, die noch ordentlich sortiert werden müssen.

Am Tag, als ich den Plattenspieler gekauft habe, habe ich mir abends eine Platte mit Liedern von Mikis Theodorakis aufgelegt. (Warum gerade die, tut hier nichts zu Sache.)

Begeistert habe ich der Musik mit dem leichten Rauschen im Hintergrund gelauscht. Und dann gestutzt. Früher waren da doch Titel drauf???

Bis es mir nach all den Jahren, in denen ich offensichtlich plattentechnisch aus der Übung gekommen bin, wieder eingefallen ist: Schallplatten kann man umdrehen!



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