Kulmbach

Plassenburg: "Ein Gesamtkonzept muss her"

Gemeinsam mit Peter Weith, Vorsitzender der Freunde der Plassenburg, ziehen wir eine Bilanz des Tags der offenen Plassenburg am vergangenen Wochenende.
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Auf großes Besucherinteresse stieß der "Tag der offenen Plassenburg" am vergangenen Wochenende. Foto: Archiv/Sonny Adam
Auf großes Besucherinteresse stieß der "Tag der offenen Plassenburg" am vergangenen Wochenende. Foto: Archiv/Sonny Adam
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Ein guter Erfolg war der erste Tag der offenen Plassenburg am 2. September. Aus diesem Anlass haben wir mit Peter Weith, Vorsitzender der Freunde der Plassenburg, gesprochen:

Der erste "Tag der offenen Tür" liegt hinter uns. Welches Fazit ziehen Sie als Vorsitzender der Freunde der Plassenburg?
Peter Weith: Erst einmal möchte ich mich bei allen Besuchern bedanken, dass sie den Tag der offenen Plassenburg zu einem solchen Erfolg gemacht haben. Ich freue mich über das riesige Interesse an der Plassenburg. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Kulmbacher und ihre Gäste die Plassenburg schätzen und besuchen, wenn etwas geboten wird. Ich bin stolz darauf, dass die Freunde der Plassenburg dabei waren, als so viele Beteiligte an einem Strang gezogen haben und es gelungen ist, für die Teilnehmer ein tolles Event auf die Beine zu stellen. Die eine oder andere organisatorische "Holprigkeit" hing meines Erachtens damit zusammen, dass nicht mit so einem großen Ansturm zu rechnen war. Besonders, wenn man sich an die Wetterlage erinnert.

Der Verein hat sich ja intensiv in die Vorbereitungen und Durchführung eingebracht. Was war da alles zu tun?
Neben den regelmäßigen Organisationsbesprechungen, welche seit einigen Monaten stattfanden, musste viele organisiert und geplant werden. So haben wir im Vorfeld verschiedene Geschenke für die Teilnehmer unserer Burgrallye produzieren lassen, Fragebögen erstellt und Helfer organisiert. Am Veranstaltungswochenende haben wir dann den An- und Abtransport des historischen Feldlagers auf unsere Kosten durchgeführt. An der Veranstaltung selbst haben wir mit knapp 30 ehrenamtlichen Helfern verschiedenste Stationen betreut: Wir haben die besagte Burgrallye für Kinder abgehalten, unser Filmprojekt "Die Plassenburg von Oben" in der Burgkapelle vorgestellt und Sonderführungen im Christiansportal durchgeführt. Des Weiteren haben wir Personal für die Museen, diverse Führungen und den Wachturm abgestellt.

Oberbürgermeister Henry Schramm hatte für eine jährliche Wiederholung plädiert - was meinen Sie?
Grundsätzlich begrüße ich jede Initiative, die Besucher auf die Plassenburg bringt. Wir werden diese immer personell und (im Rahmen unserer Möglichkeiten) finanziell unterstützen.

Gibt es weitere Ansätze, wie man die Plassenburg beleben und stärker ins Bewusstsein rücken könnte?
Hier wiederhole ich, was ich bereits seit Jahren fordere: Es müssen zwei Bereiche parallel angegangen werden. 1. Die Verkehrserschließung der Plassenburg muss verbessert werden. 2. Ein modernes Gesamtkonzept für die Nutzung der Plassenburg muss erstellt werden.

Was hat Ihr Verein denn in den kommenden Monaten noch vor?
Wir wollen unser Filmprojekt "Die Plassenburg von Oben" abschließen und der Öffentlichkeit präsentieren sowie die Ergebnisse unserer Befragung "Meine Idee für die Plassenburg" den Entscheidungsträgern vorlegen. Außerdem halten wir 2017 noch drei historische Stammtische ab und führen unsere traditionelle Gedenkveranstaltung zum Konradi-Tag am 26. November durch.

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