Rugendorf
Kommentar

Personalie Martin Weiß: Tagesgeschäft oder Tragödie?

Wer sich einer Abstimmung stellt, der weiß um die Möglichkeit der Niederlage. Ein kluger Satz, dem im politischen Tagesgeschäft nichts hinzuzufügen wäre. Wohl aber im Tagesgeschäft der Gemeinde Rugendorf.
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Beispielfoto: imago/bonn-sequenz
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Einer Gemeinde, die bislang nicht durch politische Grabenkämpfe von Fraktionen von sich reden machte, sondern durch Gemeinsinn und manchmal überraschend einfache Problemlösungen.

Seit dem Wahlkampf zwischen dem Bürgermeisterkandidaten Ralf Holzmann und dem (bisherigen) Rathauschef Martin Weiß ist alles anders.

Persönliche Animositäten. Schuldzuweisungen. Aus für den Amtsinhaber. Kein gutes Startkapital für die neue Legislaturperiode.

Und die Personalie Martin Weiß? Ist er wirklich der Mann, der es mit den Leuten nicht kann? Der nicht mit sich reden lässt? Der mit allen Mitteln an der Macht bleiben wollte? Ansichtssache!

Der Bürgermeister hat immerhin ohne Blick auf die Uhr für Rugendorf gearbeitet. Machbarkeiten klar aufgezeigt. Auf nette Versprechungen verzichtet. Und seinen Beruf als Landwirt fast gänzlich für das Ehrenamt an den Nagel gehängt.

Dass der "Gradliner" jetzt das Gemeinderatsmandat in Rugendorf trotz 635 Stimmen ebenfalls ablehnt, ist nachvollziehbar. Und nach 30 Jahren wirklich bitter.
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