Kulmbach
Wettbewerb

Peestener Jugendfeuerwehr gewinnt Kreisjugendleistungsmarsch in Kulmbach

37 Gruppen mit je vier Personen gingen am Samstagmorgen bei Spätsommerwetter an den Start zum Kreisjugendleistungsmarsch.
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Landrat Klaus Peter Söllner mit dem Siegerteam der FF Peesten mit (von rechts) Marius Eschenbacher (17), Fabian Eichner (18), Marcel Biedermann (16) und Sebastian Schnippa (16).Mail von werner.reissaus@hotmail.de
Landrat Klaus Peter Söllner mit dem Siegerteam der FF Peesten mit (von rechts) Marius Eschenbacher (17), Fabian Eichner (18), Marcel Biedermann (16) und Sebastian Schnippa (16).Mail von werner.reissaus@hotmail.de
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Gegen 8 Uhr schickten Kreisbrandrat Stephan Härtlein und die für die Jugendausbildung zuständige Kreisjugendwartin Daniela Wagner zusammen mit OB Henry Schramm die ersten Floriansjünger auf den knapp sieben Kilometer langen Marsch quer durch die Stadt. Mit dem Berg zur Plassenburg kam eine besondere sportliche Herausforderung dazu.

Sieg geht nach Peesten

Den Siegerpokal holte sich in diesem Jahr die Jugendgruppe II der Feuerwehr Peesten, gefolgt von der Feuerwehr Hutschdorf II und den Feuerwehren Kirchleus und Zaubach. Diese vier Mannschaften werden am Bezirksjugendleistungsmarsch im Oktober in Lanzendorf teilnehmen. Ausrichter war in diesem Jahr die Feuerwehr der Stadt Kulmbach. Sie hatte sich ein Sonderlob verdient, denn es klappte alles wie am Schnürchen. Jüngste Feuerwehr war die dritte Mannschaft der Feuerwehr Hutschdorf.

Geübtes unter Beweis stellen

Wie Kreisbrandrat Stephan Härtlein betonte, sollen die Jugendlichen mit dem Leistungsmarsch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt werden. Sinn und Zweck ist es auch, die gelernte und geübte Arbeit unter Beweis zu stellen, den eigenen Wissensstand und die eigene Fähig- und Geschicklichkeit im Wettstreit mit anderen Gruppen festzustellen, die Teamarbeit zu fördern, ein "Einsatzfeeling" hinsichtlich der Schnelligkeit , Zusammenarbeit, Effizienz und Zweckmäßigkeit zu bekommen, einen Anreiz zu sportlichen Leistungen zu geben, die Kameradschaft auch mit den anderen Wehren zu fördern und eine Motivation für die eigene ehrenamtliche Arbeit und Werbung im Familien- und Freundeskreis zu erhalten. Härtlein: "Es sind Übungen, die auch bei uns im Alltag gebraucht werden. Es geht aber nicht nur um Übungen und Taktik, sondern auch darum, dass die Kameradschaft gestärkt wird."

Los ging der Kreisjugendleistungsmarsch mit der Startkontrolle, mit der vor allem die Zulassung hinsichtlich des Alters geprüft wurde und die Aufgabe oblag Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein: "Es wurde überprüft, ob die Teilnehmer entsprechend Vorschrift ihre Schutzkleidung tragen, ihre Dienstbücher dabei haben und ob sie auch komplett ausgefüllt sind. Dann bekamen sie von mir noch organisatorische Dinge wie Streckenpläne und Verpflegungsgutscheine mit auf den Weg."

Sie sorgten für Aufsehen

Gleich danach nahm Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert die Testfragen ab - und erst dann wurden die 37 Gruppen (die Feuerwehr Marktschorgast hatte noch am Morgen mit zwei Gruppen überraschend abgesagt) auf die Laufstrecke geschickt. Innerhalb des Stadtgebietes sorgten die Floriansjünger bei den einzelnen Stationen natürlich für Aufsehen.

Bei der Siegerehrung im Feuerwehrzentrum dankte Härtlein besonders OB Schramm und der Feuerwehr Kulmbach. "Ohne die Helfer hätten wir den Marsch gar nicht ausrichten können." Härtlein würdigte im gleichen Atemzug auch die Arbeit des Organisationsteams der Feuerwehr Kulmbach mit Kreisbrandinspektor Thomas Limmer, Michael Weich und Heinrich Poperl, sowie der Schiedsrichter an den insgesamt elf Stationen, die objektiv und mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl die Leistungstests abnahmen.

Dank an die vielen Helfer

Härtlein sprach von optimalen Wetterbedingungen. "Es war auch alles super organisiert und alle Teilnehmer hatten ein tolles Ergebnis erreicht. Von der Disziplin her darf ich euch und auch euren Betreuern ein ganz großes Lob aussprechen." Landrat Klaus Peter Söllner lobte Kreisjugendwartin Daniela Wagner: "Sie leistet das ganze Jahr über eine hervorragende Arbeit. Wir haben im Landkreis derzeit 46 Jugendgruppen mit knapp 400 Jugendlichen - dabei liegt der Anteil der Mädchen immerhin bei 25 Prozent. Nur wenn wir junge Leute zu den Feuerwehren bringen, können wir Schutz und Sicherheit auch für die Zukunft gewährleisten."

Mit dem Leistungsmarsch durch die Stadt wurde laut Söllner auch ein Stück Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Und OB Schramm würdigte: "In einer Gesellschaft, in der sich Jeder zurückzieht, seid ihr wahre Juwelen, weil ihr für andere da seid, ihr seid der Nachwuchs, den wir brauchen und auf euch können wir bauen."

Tagesform entscheidet

Die Sieger des Kreisjugendleistungsmarsches von der Feuerwehr Peesten waren sichtlich überrascht. Marius Eschenbacher: "Es lag an der Einstellung, denn wir sind den Marsch viel ruhiger angegangen. Wir hatten auch weniger geübt und deshalb haben wir die Aufgaben viel ruhiger angenommen. Wir hatten gesagt, wir gehen einfach hin und schauen, wie es wird." Marcel Biedermann ergänzte: "Wir hatten uns nicht unter Druck gesetzt und daher lief es einfach super." Für Fabian Eichner war letztlich die Tagesform entscheidend für den Sieg.



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