Kulmbach

ÖPNV: Klagen darf da nur die Landbevölkerung

Da soll mir noch mal einer über den öffentlichen Personennahverkehr in Kulmbach klagen. Ich finde: Jammern ist nicht angesagt.
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Viele Dörfer sind vom ÖPNV abgeschnitten. Symbolfoto: Archiv
Viele Dörfer sind vom ÖPNV abgeschnitten. Symbolfoto: Archiv

Da soll mir noch mal einer über den öffentlichen Personennahverkehr in Kulmbach klagen. Ich finde: Jammern ist nicht angesagt, denn: Die Stadtbusse fahren jetzt teilweise ja sogar im Halbstunden-Takt!!! Und auch mit der Stundenlösung kann doch man leben, oder? Das Auto kann man so auf jeden Fall mal stehen lassen.

Es ist eine Taktung, von der Bewohner vieler Landkreis-Gemeinden nur träumen können. Zwar wird das verbesserte Variobus-System (hier muss man die Mitfahrt anmelden) für einige Ortschaften Verbesserungen mit sich bringen - doch gibt es nach wie vor massenhaft Dörfer, in denen der Bus nur wenige Male am Tag hält und man - anders als in der Stadt - ohne eigenen fahrbaren Untersatz aufgeschmissen ist.

Dass eine vierköpfige Familie gleich vier Autos besitzt, ist keine Seltenheit. Vermeintliche Klimaschützer, die da aufschreien, sei gesagt: Lasst den mahnenden Zeigefinger lieber mal unten. Denn für die Familien ist der Fuhrpark kein Vergnügen, sondern ein großes Ärgernis, das in Zeiten steigender Spritpreise gewaltig ins Geld geht. Doch es gibt eben keine Alternative: So lange es keinen flächendeckenden ÖPNV gibt, müssen, die auch beruflich mobil sein müssen, kräftig löhnen.

Dem sollten sich alle bewusst sein, die in der Stadt am öffentlichen Nahverkehr nörgeln und eines nicht wertschätzen: Dass sie die Möglichkeit haben, auf den eigenen Wagen zu verzichten und sich mit dem Bus kostengünstig durch Kulmbach chauffieren zu lassen.

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