Losau

Nur noch auf Umwegen nach Losau

Seit Monaten laufen die Bauarbeiten an der Begradigung der B 303 zwischen Rugendorf und Seibelsdorf. Nun wird es für die Losauer ernst: Ab Montagabend ist der Rugendorfer Ortsteil nicht mehr über die Hauptzufahrt erreichbar. Sie weicht der Neubautrasse.
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Riesige Erdbewegungen sind für die Begradigung der Bundesstraße 303 zwischen Rugendorf und Seibelsdorf notwendig. Ab   Montagabend wird  für das Projekt auch die Hauptzufahrt nach Losau gekappt. Fotos: Matthias Beetz
Riesige Erdbewegungen sind für die Begradigung der Bundesstraße 303 zwischen Rugendorf und Seibelsdorf notwendig. Ab Montagabend wird für das Projekt auch die Hauptzufahrt nach Losau gekappt. Fotos: Matthias Beetz
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Vorerst geöffnet bleibt die asphaltierte Zufahrt zur so genannten Losauer Vorstadt. Diese Zufahrt ist allerdings nur für Personenwagen geeignet, da die Straßenverhältnisse in diesem Bereich des Ortes für größere Fahrzeuge zu beengt sind.

Neue Hauptzufahrt


Hauptzufahrt für die nächsten Monate wird die bisher hauptsächlich landwirtschaftlich genutzte Trasse von der B 303 zur Losauer Kläranlage. Die Strecke, die unter der neu gebauten Brücke für die Bundesstraße hindurchführt, wird eigens für die Zweck angeschottert und verbreitert. "Später wird sie auf einer Breite von drei Metern neu asphaltiert", erklärt Bürgermeister Martin Weiß dazu und verweist darauf, dass auf der gesamten Strecke während der Umleitungssituation Parkverbot herrscht.

Die bisherige Hauptzufahrt nach Losau wird im Zuge der Bundesstraßenbegradigung später völlig neu angebunden. Rechts- und Linksabbiegerspuren werden die dortige Gefahrensituation entschärfen. Die Gemeinde, so Martin Weiß, lässt dann auch die Strecke zwischen der Bundesstraßenanbindung und der 2008 sanierten Losauer Ortsdurchfahrt neu asphaltieren.

Insgesamt werden rund drei Kilometer Bundesstraße in diesem Bereich neu gebaut. Das Projekt umfasst die Begradigung ebenso wie eine Höhenangleichung. Zufahrten, die direkt in die Bundesstraße 303 einmündeten, werden verschwinden.
Ebenso der Slalomkurs in der Senke vor Seibelsdorf. Alles in allem lässt sich der Staat die Baumaßnahme, die vor allem durch riesige Erdbewegungen auffällt, über fünf Millionen Euro kosten.

"Vernünftiges Ergebnis erzielt"


Sehr zufrieden ist man in Rugendorf über Planänderungen, die durch "hartnäckiges Nachbohren" bei den zuständigen Stellen erreicht wurden, wie es Bürgermeister Martin Weiß formuliert: So bleibt die alte Bundesstraße 303 nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke in voller Breite erhalten. Sie dient im Ortsbereich für den Anliegerverkehr und auf freier Strecke für den landwirtschaftlichen Verkehr und als Radweg."Wir haben da wirklich ein vernünftiges Ergebnis erreicht", urteilt der Bürgermeister mit Hinweis auf immer breitere landwirtschaftliche Maschinen. Ein Rückbau auf drei Meter Breite wäre bei dieser Entwicklung kontraproduktiv und kostenintensiv, so seine Ansicht.

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