Stadtsteinach
Fasching

Neues Steinacher Prinzenpaar lebt vegetarisch

Das ist die Überraschung des Jahres: Tanja (33) und Stephan Schiller (34) sind das Prinzenpaar des Stadtsteinacher Faschings. Das Ungewöhnliche: Prinz Stephan III. trinkt keinen Alkohol. Und sowohl er als auch seine Prinzessin sind Vegetarier.
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Das frisch gekürte Stadtsteinacher Prinzenpaar: Tanja und Stephan Schiller. Foto: Sonja Adam
Das frisch gekürte Stadtsteinacher Prinzenpaar: Tanja und Stephan Schiller. Foto: Sonja Adam
Faschingslustig sind Stephan Schiller und seine Frau Tanja eigentlich schon immer, aber aktiv in der Faschingsgesellschaft sind beide bislang noch nie in Erscheinung getreten: Stephan Schiller hat als echter Stadtsteinacher die Narretei quasi im Blut, da sein Vater Karl "Charlie" Schiller vom Gesangsquartett im Fasching legendär ist und seine Schwester Simone Tautermann bei der Gesellschaft Schriftführerin ist.

Familientradition verpflichtet

Tanja, die in Bayreuth groß geworden ist, hat sich schnell in diese Familientradition eingefügt. Seit Jahren ist sie beim Weiberfasching und bei den Prunksitzungen dabei - einfach aus Spaß an der Freud.
"Wir machen ja jede Gaudi mit, und lustig wird's mit uns auf jeden Fall", verspricht die Prinzessin.

Und doch sind die Rewe-Außendienstmitarbeiterin, die im nächsten Jahr den Markt in Gefrees übernehmen will, und der Förderlehrer am Schulzentrum Kronach Garanten dafür, dass die Session 2012/2013 etwas anders ablaufen wird. Denn beide sind eingefleischte Vegetarier.

Früher neun Steaks verputzt

"Ich esse seit 20 Jahren kein Fleisch mehr", erzählt Prinz Stephan III.. In diesem Zusammenhang allerdings hat FG-Präsident Andy Sesselmann eine lustige Geschichte parat. Denn früher, als Stephan noch nicht vegetarisch lebte, hat er mal neun Steaks verputzt. "Aber dann war Schluss", amüsiert sich Stephan Schiller und betont, dass er das eigentlich aus Überzeugung und aus Tierliebe tut. Tanja Schiller ist mindestens seit 15 Jahren Vegetarierin. Aber Fisch, Milch und Eier sind in Ordnung. Die dürfen auf den Speiseplan.

Außerdem trinkt Prinz Stephan III. keinen Tropfen Alkohol. "Da gibt es die Straight Edge-Bewegung, die eigentlich aus dem Bereich des Hardcore-Punk kommt", erklärt der 34-Jährige sein Lebensmotto. Und diese Bewegung strebe nach einem drogenfreien Leben in allen Bereichen. Auch während der Session will der frisch gekürte Regent keine Ausnahme machen. Und zum Beweis dafür haben sich die Prinzensucher Andrea Schübel-Münch und Jürgen Münch schon mal mit alkoholfreiem Sekt eingedeckt. Denn sie wissen: Sogar Bier ist tabu.
"Ich trinke schon, aber ich trinke nicht das Doppelte", sagt Prinzessin Tanja.

"Mit uns wird's mal eine andere Session", sind sich die neuen Regenten einig. Und tatsächlich sind sie für jeden Spaß zu haben. So sagten die beiden Schwester Simone, die das Paar für die Regentschaft gewinnen wollte, knallhart ab. Die Eltern, die derzeit noch auf einer Kreuzfahrt weilen und Tochter Simone mit ihrem Mann als Prinzenpaar in Erwägung gezogen haben, wurden bereits von Eingeweihten getröstet, dass sich die Simone garantiert nicht in Abwesenheit zur Prinzessin küren lässt. Und eine besondere Überraschung für King Charlie und Queen Mum Monika haben die Faschingsprinzen gemeinsam mit der Stadtsteinacher Gesellschaft auch schon ausgeklügelt - als kleine Wiedergutmachung dafür , dass sie so an der Nase herumgeführt wurden. "Aber das wird noch nicht verraten", kündigen die beiden an.

Verwandte und Bekannte gefoppt

In den letzten Wochen haben Tanja und Stephan Schiller ohnehin ihre gesamte Verwandtschaft samt Bekannten gefoppt. Wenn sie sich mit den Prinzensuchern Andrea Schübel-Münch und Jürgen Münch trafen, haben sie das Auto versteckt, es wurden Dates in Bayreuth vorgeschoben. Keiner ahnte etwas.

"Wir mussten eigentlich nicht lange überlegen, ob wir's machen. Höchstens so zwischen drei und fünf Sekunden. Für uns ist das eine Ehre", lacht Prinz Stephan III. Und seine Prinzessin verrät, dass sie garantiert nicht in ihrem Brautkleid die Session bestreiten wird. "Aber was ich anziehe, sage ich noch nicht."

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