Neuenmarkt
Nahverkehrsplan

Neuenmarkter wollen ran an den Verbund

Die Gemeinde Neuenmarkt fordert, den Anschluss des Landkreises an den Verkehrsverbund der Metropolregion Nürnberg weiter zu verfolgen.
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Der ursprünglich geplante Bau von Rampen für einen barrierefreien Bahnhof ist wirtschaftlich nicht darstellbar, weil durch den hohen Grundwasserstand gewaltige Baukosten entstehen. Deshalb plant die Bahn die Errichtung von drei Aufzügen, deren Verfügbarkeit über ein elektronisches Diagnosesystem sichergestellt werden soll. Foto: Werner Reißaus
Der ursprünglich geplante Bau von Rampen für einen barrierefreien Bahnhof ist wirtschaftlich nicht darstellbar, weil durch den hohen Grundwasserstand gewaltige Baukosten entstehen. Deshalb plant die Bahn die Errichtung von drei Aufzügen, deren Verfügbarkeit über ein elektronisches Diagnosesystem sichergestellt werden soll. Foto: Werner Reißaus
Die Gemeinde Neuenmarkt wird zum Nahverkehrsplan 2017 für den Landkreis Kulmbach eine ganze Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs nicht nur hinsichtlich der Linienführung, sondern auch mit Blick auf den Fahrplan einbringen.
Das war das Ergebnis der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend, bei der Bürgermeister Siegfried Decker (NG) gleich ein ganzes Bündel von Vorschlägen auf den Ratstisch legte. Dabei soll auch ein Anschluss des Landkreises Kulmbach an den Verkehrsverbund der Metropolregion Nürnberg auf jeden Fall weiter verfolgt werden.
Bürgermeister Decker dazu: "Auch wenn die Kosten für den Landkreis wegen der Harmonisierung der Tarife erheblich sind, sollte dieses Ziel im Interesse attraktiver Verkehrserschließung des ländlichen Raumes nicht aus den Augen verloren werden."
Als Zwischenschritt schlug Bürgermeister Decker eine Einbindung zumindest anfangs nur auf der Schiene zu prüfen: "Viele Fahrgäste aus Stadt und Landkreis Kulmbach bemängeln, dass der VGN auf der Schiene in Bayreuth beziehungsweise in Bindlach oder Ramsenthal endet und Kulmbach nicht eingebunden ist."
Die Gemeinde Neuenmarkt ist nach den Worten von Decker auch bereit, die dadurch entstehenden Kosten über eine höhere Kreisumlage mitzufinanzieren. Gemeinderat Klaus Zahner (FW) hielt den Vorstoß des Bürgermeisters zwar für erstrebenswert, aber bei Kosten von rund einer Million Euro würden die Gemeinden, die nicht an das öffentliche Schienennetz der DB angebunden sind und nichts davon haben, nicht Hurra schreien.
Wie Decker zu verstehen gab, haben die Aufgabenträger in regelmäßigen Abständen einen Nahverkehrsplan zu erstellen und fortzuschreiben: "Sie sollen die bestehenden Angebote in ihrem Gebiet bewerten und zum Nutzen der Bürger im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten verbessern." Die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr hielt Bürgermeister Decker insbesondere auch für die Verbandsschule Neuenmarkt-Wirsberg als zentralen Schulstandort im östlichen Landkreis Kulmbach für sehr wichtig.
Decker regte außerdem an, für die Ortschaften Schlömen und See, die bis jetzt nicht an den ÖPNV des Landkreises angebunden sind, für die Schüler an weiterführenden Schulen in Kulmbach und für Berufspendler eine Anbindung an die ÖPNV-Buslinie Kulmbach - Ködnitz - Trebgast beziehungsweise einen Zubringer zum Bahnhof Neuenmarkt-Wirsbserg zu prüfen. Grundsätzlich ist die Gemeinde Neuenmarkt, wie das Gemeindeoberhaupt betonte, mit den Fahrplänen im öffentlichen Schienenpersonenverkehr eigentlich gut bedient.


Bahnhof soll barrierefrei werden

Gemeinderat Klaus Zahner hielt für die Ortsteile Schlömen und See die Einrichtung von Bedarfs-Taxis für vernünftiger und regte an, die Ankunftszeit von 6.57 Uhr für die Zugverbindung Neuenmarkt-Wirsberg nach Bayreuth vorzuziehen, damit die Schichtarbeiter um 7 Uhr auch pünktlich ihre Arbeitsstelle erreichen. Das Gleiche gelte für die Zugverbindung nach Hof.
Bürgermeister Siegfried Decker verwies noch darauf, dass sich die Gemeinde Neuenmarkt darum bemühe, den Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg barrierefrei zu machen. Hier sind entsprechende Verhandlungen mit der DB Station & Service eingeleitet: "Die Planungen laufen und die Bahn beabsichtigt, mit den Umbaumaßnahmen 2019 zu beginnen."
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