Neuenmarkt
Theater

Neuenmarkter Laienspielgruppe feiert gelungene Premiere

Wann ist eine Komödie gut? Wenn das Publikum herzhaft lacht. Mit dem Stück "Kekse" hat die Neuenmarkter Laienspielgruppe das Kriterium erfüllt.
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Die Neuenmarkter Laienspielgruppe feierte eine gelungene Premiere. Foto: Werner Reißaus
Die Neuenmarkter Laienspielgruppe feierte eine gelungene Premiere. Foto: Werner Reißaus
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Konrad Sauerteig ist es wiederum gelungen, eine gute Inszenierung auf die Bühne zu zaubern. Auch die neuen Akteure Florian Grieshammer, Christopher Kreuzer, Charlotte Lerner und Mila Knieß zeigten sich von ihrer besten Seite und sind ohne Zweifel ein Gewinn.

Volle Irrungen und Wirrungen

Der Schwank hatte es von der ersten Minute in sich, er war voller Verstrickungen und Wirrungen, die die Zuschauer in Atem hielten. Zum Inhalt: Im Haus Bambus ist mächtig was los. Roswitha (Barbara Eberhadt), eine bisher unbescholtene Bürgerin der Gemeinde, soll einen halbnackten Herrenbesuch empfangen haben. Zum Glück ist ihr Mann Isidor (Alexander Hollweg) gerade beim Friseur, denn er ist bekannt für seine rasende Eifersucht. Für Hollweg wieder eine Paraderolle, die er in allen Facetten leidenschaftlich ausspielt.

Seine "bessere Hälfte" Barbara Eberhardt steht ihm da im Nichts nach. Hin- und hergerissen zwischen ihrem eifersüchtigen Ehemann und der neugierigen Frau Mördösen verstrickt sie sich in ein schier nicht endenden wollendes Netz aus Lügen, versteckt Menschen in Schränken und unter dem Bett, schlägt sogar einen Vertreter ohnmächtig und zwingt ihre Cousine Sabine (Hannah Kreuzer) und den trotteligen Nachbarn Oliver Goethe (Steffen Werner) ständig, sich als Kaplan oder Massai-Frau zu kostümieren. Und das alles nur, um eine Förderprämie von 5000 Euro zu kassieren.

Prädikat "gesellschaftlich wertvoll"

Doktor Mördösen (Siegrid Biener) präsentiert sich als Kekse verteilende Staatsbeamtin mit der undankbaren Aufgabe, das Paar ausfindig zu machen, das den Zuschuss verdient hat. Aber gerade in dem Moment, in dem sie den Eheleuten Bambus das Prädikat "gesellschaftlich wertvoll" verleihen möchte, bricht im Hause Bambus das Chaos aus.

Isidor sieht zurecht die Familienförderung in Gefahr, denn in seiner Wohnung wimmelt es plötzlich von wildfremden Menschen. In seiner rasenden Eifersucht greift er zur Schrotflinte.

Beim Zeitungholen fällt die Haustür zu

Auslöser dieses Durcheinanders ist der Hausmieter Oliver Goethe, den Steffen Werner stark spielt. Am Tag seiner Beförderung fällt ihm beim Zeitungholen die Haustür zu. In Unterhosen läutet er bei den Mitbewohnern Bambus und bittet Roswitha um einen Anzug.

Das Chaos perfekt macht Cousine Sabine, die dem Ehepaar Bambus einen kurzen Besuch abstatten will. Und als Roswitha sie dann auch noch in ein Kaplan-Kostüm steckt und ihre alte Jugendliebe Theo von der Usen (Florian Grieshammer) auftaucht, wird es endgültig zu viel.

Kaplan Freitag (Manfred Kaiser) verkörpert einen herzensguten Kirchenmann, der die Hälfte seines Auftritts im Schrank verbringen muss und gar nicht weiß warum. Florian Grieshammer spielt den etwas dümmlichen Kumpel von Isidor und entbrennt leidenschaftlich für seine alte Liebe Sabine. Den übereifrigen Zeitschriftenvertreter Helmut Kübel verkörpert Christopher Kreuzer. Rico Küster übernimmt die Arbeit des "Kollegen Schulz", der die Arbeit von Doktor Mördösen unterstützt. Zum Schluss erscheint noch ein weiterer Mieter (Konrad Sauerteig).

So geht's weiter

Die nächsten Termine: Samstag, 8. Dezember, 20 Uhr: Sonntag, 9. Dezember, 17.30 Uhr; Samstag, 15. Dezember, 19.30 Uhr; Sonntag, 16. Dezember, 17.30 Uhr; Mittwoch, 26. Dezember, 19.30 Uhr.

Karten gibt es noch bei der Firma mücom in Neuenmarkt, Wirsberger Straße 12a, und an der Abendkasse.



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