Neudrossenfeld

Neudrossenfeld: Harald Hübner will Bürgermeister bleiben

Harald Hübner (CSU) will Neudrossenfelder Rathauschef bleiben. Bei seiner Nominierung zeigte er sich kämpferisch.
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CSU-Kreisvorsitzende  Doris Leithner-Bisani  gratulierte Bürgermeister Harald Hübner zu seiner  Nominierung. Foto: Horst Wunner
CSU-Kreisvorsitzende Doris Leithner-Bisani gratulierte Bürgermeister Harald Hübner zu seiner Nominierung. Foto: Horst Wunner

Er lässt sich von all den Querschüssen von außen, vom politischen Gegner und von Zeitungskommentaren nicht aus der Spur bringen: Bürgermeister Harald Hübner präsentierte sich bei der Nominierungsversammlung der CSU im "Bräuwerck" kämpferisch und machte deutlich, dass er Rathauschef bleiben will. Der Unterstützung seiner Parteifreunde kann er sich sicher sein: Der CSU-Ortsverband wählte ihn einstimmig erneut zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt und auf Platz 1 der Liste.

Auf dem Vormarsch

Hübner stellte dar, dass es unter ihm in Neudrossenfeld vorwärts gegangen sei - trotz oft heftigen Gegenwinds der Opposition. Man habe vieles umsetzen können, so Hübner, der auf das Gewerbegebiet Unterbrücklein mit neuen Industrieansiedlungen verwies. "Seit 2015 wurden in der Kommune 300 neue Arbeitsplätze geschaffen", sagte er. Er sprach die Fertigstellung des voll ausgelasteten Seniorenheimes und den Breitbandausbau an, verwies darauf, dass der Ausbau des zentralen Parkplatzes im Ortskern im Januar mit einer Förderung von 90 Prozent beginnt. Die Erschließung des Baugebiets "Am Jurablick" starte im März, ein kostengünstiger Bürgerbus werde bereitgestellt. In Vorbereitung sei die Vergabe für das Städtebauliche Entwicklungskonzept, das als ersten Teil die Sanierung der Pflasterfläche im Zentrum beinhalte. "Schon 1996 mussten wir uns mit dem schlechten Material und der Ausführung beschäftigen."

"Faktisch schuldenfrei

Ein bisschen stolz zeigte sich Hübner auf die Entwicklung der Schulden. "2014 habe ich mit einem Minus von 2,7 Millionen Euro angefangen, jetzt sind wir faktisch schuldenfrei, haben genug Spielraum für die hohen Investitionen."

In eigener Sache machte er deutlich, dass er stets den Konsens im Gremium gesucht und sachlich argumentiert habe. "Rumschreierei ist nicht mein Ding.". Und Vorwürfe an ihn seien oft pauschaliert und nicht konkretisiert worden. "Ich bin für eine politische Kultur des offenen Austausches und habe niemand etwas übel genommen. Letztlich muss immer ich als Bürgermeister die vernünftigste Lösung durchsetzen". Es werde ein harter Wahlkampf bei drei Bewerbern, aber ihm sei nicht bange. Die Bürger würden sein Wirken bisher schon honorieren, hoffe er. Er erhielt Schützenhilfe von Gemeinderatskandidat Robin Buß: "Die politischen Sitten sind im Wandel, es wird gelogen und diffamiert, der Populismus ist auf dem Vormarsch. Das sieht man in der großen Politik und jetzt in der Kommunalpolitik. Unser Harald Hübner ist da eine Ausnahme. Er steht für Integrität, eine klare Linie und Berechenbarkeit".

"Gehört nicht in Gemeinderat"

Vorstandsmitglied Gerd Scherdel wünschte ihm Leute an seiner Seite, "die für ihn kämpfen und nicht gegen ihn, auf solche Personen wie Georg Waldmann können wir verzichten". Hübner dazu: "Wer das persönliche Interesse sucht und dem Bürgermeister Fristen zu dessen Durchsetzung setzt, gehört eigentlich nicht in den Gemeinderat." CSU-Kreisvorsitzende Doris Leithner-Bisani sagte, an Hübner gerichtet: "Du hast trotz Widerstände viel erreicht, bist sehr fleißig, nimmst kaum Urlaub und hängst deine Erfolge nicht an die große Glocke".

Die Nominierung der Gemeinderatskandidaten ging einvernehmlich über die Bühne. Die CSU geht mit einer Mischung aus Jung und Alt in den Wahlkampf Ihr Ziel sind mindestens vier Sitze im Gemeinderat. Harald Hübner sagte dazu: "Mit dieser Truppe schaffen wir ein gutes Ergebnis".

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