Burghaig
Bauvorhaben

Neubaupläne: Burghaiger Bürger wehren sich

Passt ein Haus mit vier Stockwerken in den Kulmbacher Stadtteil Burghaig? Darüber soll am Freitagnachmittag diskutiert werden.
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Auf dieser Brachflässe soll ein viergeschossiger Neubau mit elf Wohnungen entstehen. Foto: Archiv/Stephan Tiroch
Auf dieser Brachflässe soll ein viergeschossiger Neubau mit elf Wohnungen entstehen. Foto: Archiv/Stephan Tiroch

Vier Geschosse, elf Wohnungen: Ein Neubau entzweit die Burghaiger. Entstehen soll er auf einem leeren, rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück in der Theodor-Heublein-Straße in Burghaig. Und das missfällt so manchem.

Nun wehren sich die Gegner des Bauvorhabens. Eine Unterschriftensammlung läuft, und am Freitag soll es direkt gegenüber der künftigen Baustelle eine öffentliche Versammlung zum Thema geben.

Rückblende: In seiner Oktober-Sitzung hatte sich der Kulmbacher Stadtrat mit einem Bauantrag von Maximilian Fießmann zu beschäftigen, der auf dem Anwesen Theodor-Heublein-Straße 15 ein viergeschossiges Wohnhaus errichten will. Das Städtische Bauamt urteilte dazu, dass das Haus eher städtisch anmute und sich durchaus von der dörflich geprägten Umgebung abhebe. Dennoch sei das Vorhaben städtebaulich vertretbar und planungsrechtlich zulässig.

Das sahen damals nicht alle Stadtratsmitglieder so. Insbesondere Ingo Lehmann und Hans Werther (beide SPD) fanden den Bau an dieser Stelle unpassend. Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) und die Stadtratsmehrheit hingegen hatten keine Einwände, verwiesen auf den Bedarf an Wohnungen in Kulmbach und winkten das Projekt letztlich durch.

Im Nachgang regte sich mehrfach Protest. Es gab Leserbriefe, es gab kritische Anmerkungen in der Bürgerversammlung - die sich nicht nur gegen den als "Klotz" empfundenen geplante Bau richteten, sondern auch auf die ohnehin beengten Verkehrsverhältnisse und den Mangel an Parkplätzen hinwiesen. Mittlerweile gibt es auch eine von Erika Brose initiierte Unterschriftensammlung.

Traditionsbewusst

Nun hat Ralf-Herbert Kneitz zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen. "Wir Burghaiger und die hiesigen Vereine sind sehr traditionsbewusst und um den Erhalt unseres Ortsbildes bemüht", schreibt Kneitz in seiner Einladung.

"Insofern besteht bei uns Burghaiger Bürgern großes Unverständnis darüber, wie ein Neubau von derartiger Höhe und Gestalt genehmigt werden konnte. Den Anwohnern erscheinen auch die Parkmöglichkeiten und die Verkehrssituation in der der beengten Theodor-Heublein-Straße mehr als problematisch."

Kneitz macht in seinem Schreiben deutlich, dass sich die Burghaiger nicht gegen die Verdichtung von Innenbereichen oder die Schließung von Baulücken wehren, dass sie sich aber auch wünschten, dass ihr traditionelles, dörfliches Ortsbild erhalten bleibt.

Deshalb lade man zu einer öffentlichen Versammlung ein (siehe Infobox), denn: "Wir wollen einen sachlichen Dialog und ein Signal an Stadt, Bauherren und Architekten senden."

Der geplante Neubau ist Thema einer öffentlichen Versammlung. Sie findet am Freitag, 8. November, um 15 Uhr in der Einfahrt zum Kräutergarten in der Theodor-Heublein-Straße statt.

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