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Kulmbach
Pandemie

Mit den Tests geht's bald schneller

In Erlangen stehen ab heute erweiterte Kapazitäten für die Auswertung zu Verfügung, teilt das Landratsamt mit. Im Landkreis gibt es aktuell 21 Corona-Fälle.
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Das LGL in Erlangen stellt ab heute umfangreiche Kapazitäten für die Auswertung der Corona-Test zur Verfügung. Symbolbild: Jens Büttner/dpa Das LGL in Erlangen stellt ab heute umfangreiche Kapazitäten für die Auswertung der Corona-Test zur Verfügung. Symbolbild: Jens Büttner/dpa
Das LGL in Erlangen stellt ab heute umfangreiche Kapazitäten für die Auswertung der Corona-Test zur Verfügung. Symbolbild: Jens Büttner/dpa Das LGL in Erlangen stellt ab heute umfangreiche Kapazitäten für die Auswertung der Corona-Test zur Verfügung. Symbolbild: Jens Büttner/dpa

Im Landkreis Kulmbach sind seit Samstag neue Corona-Fälle bekannt. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Bis zum späten Samstagnachmittag erhöhte sich die Zahl der bestätigten COVID-19-Fälle auf 21. Das Gesundheitsamt ermittelt aktuell alle möglichen Kontaktpersonen und ergreift die notwendigen weiteren Maßnahmen, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

Eine Vielzahl von Testergebnissen der in den vergangenen Tagen erfolgten Proben steht allerdings noch aus. Es muss daher damit gerechnet werden, dass auch im Landkreis Kulmbach die Zahl der Infektionen noch weiter steigt, so Rüdiger Köhler, geschäftsleitender Beamter am Landratsamt auf Nachfrage.

Auch am Sonntag fand wieder die tägliche Telefonkonferenz aller oberfränkischen Landräte und der Oberbürgermeister der kreisfreien Städte mit der Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz statt. Dabei wurde unter anderem die Notwendigkeit des Aufbaues zusätzlicher Laborkapazitäten für die Corona-Tests erörtert. Die schnellstmögliche Abklärung, ob eine Infektion mit dem Virus vorliegt, ist für das weitere Vorgehen von entscheidender Bedeutung. Auf diesem Gebiet ist nun Besserung in Sicht. Ab dem heutigen Montag stellt das Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen für Nordbayern umfangreiche Kapazitäten zur Verfügung.

Finanzhilfen werden ausgezahlt

Festgelegt wurde weiterhin, dass die Einführung von kommunalen Rettungsschirmen im Bereich der Wirtschaft nicht erfolgen wird. Dies wird über die staatlichen Behörden abgewickelt. So hat die Bundesregierung hierfür 150 Milliarden Euro bereitgestellt, der Freistaat Bayern zusätzlich weitere 10 Milliarden. Erste Auszahlungen durch die Regierung von Oberfranken sind bereits erfolgt.

Insgesamt entwickelten sich die Zahlen der mit dem COVID-19-Virus Erkrankten auch in Oberfranken sehr dynamisch. "Dadurch kommen wir natürlich irgendwann an die Grenzen des Möglichen, sagt Rüdiger Köhler. In Zukunft werde es kaum mehr möglich sein, jeden Einzelfall akribisch aufzuarbeiten, jede Kontaktperson eines Infizierten ausfindig zu machen. Von entscheidender Bedeutung werde sein, möglichst viele Fälle zu identifizieren und die Betroffenen zu isolieren.

Von den derzeit 21 Infizierten im Landkreis Kulmbach befinden sich zwei Personen in stationärer Behandlung. Zahlreiche Testergebnisse stehen allerdings noch aus. Insgesamt werden 420 Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt betreut.

Kaum Verstöße gegen Auflagen

Im Rahmen der ebenfalls täglich stattfindenden Sitzung des Führungsstabes hat der Chef der Kulmbacher Polizei, Peter Hübner, informiert, dass kaum Verstöße gegen die Auflagen der Ausgangsbeschränkung festgestellt worden sind. Landrat Söllner dankt den Bürgern für ihre Disziplin. "Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern im Landratsamt", betont Söllner. "Das gilt nicht nur dem unermüdlichen Team um unsere Gesundheitsamtsleiterin Camelia Fiedler, sondern auch jenen, die am Samstag und Sonntag weit über 1000 Anrufe zu Fragen rund um die Ausgangsbeschränkungen entgegengenommen und beantwortet haben."

Vorerst keine Online-Zulassungen

Das Landratsamt musste selbst auf die erlassenen Ausgangsbeschränkungen reagieren und weist im Hinblick auf den Parteiverkehr auf Folgendes hin:

Behördengänge der Bürger sind nur noch möglich, wenn triftige Gründe im Sinne der Allgemeinverfügung vom 20. März vorliegen. Diese Gründe müssen vorab telefonisch dargelegt werden. Dann kann ein Termin vereinbart werden. Dies gilt auch für die Kfz-Zulassungsstelle. Online-Zulassungen sind bis auf weiteres nicht möglich. Alle bereits vereinbarten Termine verlieren ihre Gültigkeit.

Weitere Infos zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) und allgemeine Verhaltensregeln finden Sie auf www.landkreis-kulm-bach.de. Aktuelle Fallzahlen gibt es auf der Homepage des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

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